Dass unsere Familie aus Dänemark eingewandert sei ist eineTradition, die sich heute nicht mehr auf ihre Richtigkeit hinprüfen lässt. Wie andere derartige Traditionen, so wird auchdiese der historischen Unterlage vielmehr ganz und garentbehren. Trotzdem will ich Euch immerhin mitteilen, wasich bei den Bearbeitern der ältesten Dänischen Quellen überdie Dänischen Bangs gefunden habe. Ihr dürft diese Nachrichtengetrost als Curiosum betrachten und Euch des Gedankensfreuen, dem alten edlen Stamme der Chatten entsprossen zusein!
Zur Zeit des Kaisers Friedrich Barbarossa (ii23-ngo)herrschte in Dänemark König Waldemar I (1157-1182), zu-genannt « der Grosse », zu dessen treuesten und tatkräftigstenDienern der Bischof von Roeskilde und spätere Erzbischofvon Lund, Absolon, zählte « gleich ausgezeichnet als Staats-mann, Krieger und Priester » l ).
Erzbischof Absolon entstammte einer der angesehensten undmächtigsten Familien Dänemarks, den Hviden oder « Weissen ».Deren Stammbaum hat Langebek im IV Bande der ScriptoresRerum Danicarum Medii Aevi, Kopenhagen, 1776, tab. II und Vzusammengestellt. Ich setze das Nötigste her :
*) Usinger, Deutsch-Dänische Geschichte 1189-122?, p. 33 .