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Du wirst es thun , die ich gewaltig fühle ,
Du Freundschaft, die bey fremdem Glück sich freut 1Durch die ich voll Begeistrung spieleUnd , Freund l wie Du , voll Zärtlichkeit !
Ich seh die Liebe selbst in ihrem Perlenkleide ,
Mit Rosen auf der Stirn , an linker Hand die Freude ;
Die Hofnung schleicht ihr sittsam neben herUnd macht den vollen Köcher leer !
So kömmt sie , Freund l mit Lippen und mit — AugenTrink ihren Reiz , den sie für Weise spart :
Aus ihr des Geistes Nahrung saugen ,
Gehört für Seelen edler Art !
Das werthe Griechenland lehrt uns die Göttin kennen ,
Wie sie vom Himmel stieg : Dionens Tauben trennenNicht vor ihr her die rosenfarbne Luft;
Denn sie ist geistig , wie der Duft!
Sie hebt das Herz aus Amors ZaubersphäreUnd macht es frey von aller Sinnlichkeit;
Ihr Busen wallt allein zur EhreDer Tugend , die sich mäszig freut!
Ein frischer Blumenstraus , den Lenz und Liebe malen ,
Ist ihr ein gröszer Glück , als andern zwee Bengalen ;Denn das Gefühl verschönert die NaturUnd sieht im Werck den Meister nur !