(bey Marburg) ') anzunehmen, wo ich zuweilen nebenher jungeLeute zur Universität zubereitet habe. Ich habe manche Aus-sichten zu anderweitiger Beförderung gehabt, keine aber istnoch ganz annehmlich geschienen. Im Jahre 1773 habe ich michmit Marie Christine, des Pfarrers zu Seelheim (jetzt zu Betzies-dorf) : ) Henr. Wilh. Conradi [Tochter] verheyratet» 1 2 3 ).
1 ) Unterm i5. September 1772 bringt der Landkomthur der Balley Hessen,dem das Ius collaturae et praesentandi auf die Pfarreien Gossfelden undWehrda zusteht, zur Besetzung der vakant gewordenen Pfarrstelle denMagister Johann Christian Bange dem Landgrafen von Hessen in Vor-schlag. Der Landkomthur sagt, dass er den Bange « wegen seiner ihm an-gerühmt wordenen stattlichen Studien und führenden erbaulichen Lebens-wandels darzu ausersehen habe », auch habe er sich seit verschiedenenJahren zur «Sublevation» des Ordens-Commenden Predigers zu St. Elisa-beth lind sonsten im Predigen fleissig geübet.
Der Subdiaconus Ruppersberg in Marburg schreibt in seinem Votumwegen der Praesentation auf Gossfelden am 7. Oktober 1772, es könnte diePfarrei « entweder durch den Magister Johann Christian Bang aus Alien-dorf an der Lumda im Darmstädtischen,welcher von Besuchung der Univer-sität Rinteln gnädigst dispensirt und pro ministerio examinirt und tüchtigerkannt worden, auch auf hiesiger Akademie rühmliche Beweise seinerGeschicklichkeit abgeleget, die Information an unserem Waisenhause über5 Jahr lang treu verwaltet, sich im Predigen sehr geübet und einen rechttheologischen Wandel von sich blicken lassen; oder durch den bei letztverstorbenen hiesigen Archidiakonus M. Junck als Adjunctus gestandenenConrad Ludwig Theophilus Junck... wieder besezt werden ».
De dato Cassel den 18. Dez. 1772 wird die Confirmation auf die obigePfarrei, mit der die Pfarrei Sarnau combiniert ist, erteilt und das Consisto-rium zu Marburg angewiesen, wegen der Introduction das Nötige zuverfügen (Aus : Akten des Ministeriums des Innern. Rep. V. Kl. 40 N° 2Lutherische Frei-Pfarrei Gossfelden nebst Vicariat Werda und PfarreiSarnau. 1770-1867 ; aufbewahrt bei der Regierung zu Cassel).
Nach dem Gossf. Kirchenbuche wurde er am 17. Jan. 1773 in Wehrda undGossfelden, am folgenden Tage in Sarnau durch den Superint. J. N. Seipeingeführt.
2 ) Dies ist ein eigenmächtiger Zusatz Strieders, den er im Bande XIVS. 365 verbessert hat.
3 ) Strieder merkt dazu an : a. autograph. Nachr. s. a. J. G. Waldins^rog»'de causis cur radii etc. Marb. 1768. 4. p. 5. Dasselbe findet Ihr unten.