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Parentalia : Grundlagen zu einer Geschichte der Bangen
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zu Rinteln war, als Rektor stand. Darauf wurde ich 1752 nachHalle in die Lateinische Schule des Waisenhauses gesendet.Die drey Jahre, welche ich in dieser Schule zugebracht habe,sind für mich eine vorzüglich gesegnete Zeit gewesen. Auf derUniversität zu Halle ') habe ich mich nur drittehalb Jahreauf halten können. Baumgarten, Meier und Eberhard warenmeine vornehmsten Lehrer, der erste in der Theologie, derzweyte in den gesammten philosophischen Wissenschaften,der dritte in der Naturlehre und Mathematik. Nebenher triebich für mich die schönen Wissenschaften in deutscher Sprachemit besonderem Eifer 2 ). Im hebräischen genoss ich den Unter-richt Joh. Bened. Michaelis, Stiebritz und Callenbergs-; in derGeschichtskunde hörte ich, so viel es mir die Kürze der Zeitgestattete, mit vielem Vergnügen den Profess. Wiedenburg.Zu gleicher Zeit gab ich selber Unterricht in der deutschenSchule des Waisenhauses. Gegen Ende 1757 kam ich nachHessen zurück und hielt mich 2 Jahre meistens zu KlosterHaina 3 ) auf, wo ich mich oft im Predigen übte. Ich nahm

') Ins Album der Universität Halle wurde Ioannes Christianus Bang-,Hassus, stud. theol., unter dem Prorektorat Carrach’s am 14 April 1755 ein-getragen.

5 ) Siehe auch was Creuzer, unten S. 20, von Bang’s Beschäftigung mitder Deutschen Literatur sagt. Bangs Freund und Gönner, SuperintendentJ. N. Seip hatte im Jahre 1766 das 2 te Buch der Psalmen und Thrcnodicn desMarburger Prof. Med. Fr. Jos. Willi. Schröder herausgegeben ; die Gedichtewurden in der Allgem. Deutschen Bibliothek sehr getadelt, worauf Bangund Lampe (Strieder, XIII, S. 3 o 3 ) ein « Sendschreiben an den HerrnMagister Lessing, die allgemeine Deutsche Bibliothek betreffend. EinErgänzungsstück, des fünften Bandes, insbesondere » (Leipzig, 1768, 38 SS)veröffentlichten, in dem sie dem Recensenten mit schwerem Geschütz aufden Leib rücken. Ein Exempl. des höchst seltenen Bändchens befindet sichauf der Univ. Bibi, zu Königsberg.

3 ) In Haina wirkte seit 174S der Pfarrer Christ. Christoph Soldan, geb.5 . April 1718 zu Holzburg, ein Bruder von Bangs Mutter, der im Alter von83 Jahren dort am 6 ten Oct. 1800 gestorben ist. Bangs Widmungsexemplarseines Elogium Wyitenbachii an diesen seinen Oheim befindet sich jetzt in derUnivers.-Bibl. zu Marburg.