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Gedanken über die in Deutschland herrschende Theurung, nebst Vorschlägen dieselbe künftig abzuwenden
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allgemeines Gleichgewicht erringen. Bei der Anwen-dung dieses Grundsatzes bezahlt freilich ein Land seinGetreide etwas höher, als das benachbarte, wenn indiesem MißwachS eintritt; aber da dergleichen Schick-sale wechseln; so wird es auch im umgekehrten Fallean der Wohlfeilheit des Getreides seines NachbarsAntheil nehmen. - Die Natur hat Deutschlands ver-schiedene Provinzen gleichsam zu einem gemeinschaft-lichen Verbände geschaffen, und ihre Schicksale durchdie Identität des PrincipS ihrer Existenz aneinandergekettet. Die Maaßregeln ihrer Verwaltungen muffendaher nicht auf den selbstsüchtigen Vortheil der Ein-zelnheit, sondern auf seine Harmonie zum ganzenStaatenverein berechnet werden. Erringt dieser hoch-herzige Sinn über die verschiedenen Regierungen dieOberherrschaft und verdrangt den kleinlichen, nur fürden Augenblick berechneten Provinzialgeist: dann wirddiese Hauptguellc der Theurung bald versiegen. Diegroßmüthigen und patriotischen Gesinnungen einigerdeutschen Fürsten, die ich nicht nenne, um nicht inden Verdacht einer Schmeichelei zu fallen , welche aber> auch ungenannt hierin ihren Nahmen lesen wür-den, wenn sie von dieser kleinen Schrift Notitz neh-men sollten, lassen mich mit Zuversicht hoffen, daßdieser Heisse Wunsch kein süsser Traum bleibenwird. Wozu nützt auch der Reichsverband, wennjede innere und äußere Noth ihn trennt? Wird nichtder Streit so vieler verschiedener Elemente, wenn sieunter sich keine gemeinsame Indifferenz erkennen,