Druckschrift 
Geschichte des Geschlechts Ebell nebst Stammtafeln u. Wappen
Entstehung
Seite
104
Einzelbild herunterladen
 

104

Kameraden vom preußischen Infanterie-Regiment No. 64; gefallenam 16. August 1870.

So traurig und erschütternd auch der Tod des jugendfrohenMannes, den alle, die ihn kannten, lieb hatten, war, so dürfen wirdoch stolz auf jenen Ebell blicken. Ein eigenes Gefühl ist es, wennman das Schlachtfeld des großen Krieges 1870/71 betritt und nundurch die bekannten Rllppiner Namen vom 24. Regiment daran er-innert wird, daß auch der ferne, kleine, märkische Heimatsort redlichsein Teil für des neuen Deutschen Reiches Größe beigetragen hat.Auch der Gefühlloseste wird hier gepackt und erschüttert. Als ichaber zum ersten Mal als Fähnrich der Kriegsschule in Metz mitKameraden und Lehrern die Schlachtfelder besuchte, war es vorallem ein Gefühl hohen Stolzes, das mich beschlich, als wir alleum die würdig aussehende Grabstätte herumstanden, und es fastneidisch von den Lippen der anderen jungen Krieger kam:Hierliegt Ebells Vetter! Eine schöne Familienpflicht soll es sein, geradedies Grab in Ehren zu halten. Und mit den Jahren wächst dasInteresse. Heute noch liegt 70/71 in zu frischer Erinnerung. Wiewir aber heute etwa ein Grab aus der Zeit der Befreiungskriege1813/14 betrachten, so wird eine spätere Generation dereinst ehr-furchtsvoll am Grabe dieses einen stehen, der in der Blüte derJugend hinauszog, sein Leben zu lassen für sein Vaterland. StolzWollen wir sein, daß auch einer der unsern durch sein Blut ge-holfen hat, den Bau des Deutschen Vaterlandes zu zimmern.

Die älteste Tochter unseres Karl Ludwig, Marie Sophie (VIII, 48),geboren am 11. 12. 1802, war verheiratet mit dem TuchfabrikantenAugust Falk, der aus Nauen stammte.

Als Kinder aus dieser Ehe sind zu nennen:

1. Emilie, geboren 26. März 1S29,

2. August, geboren 2. Juni 1824,

3. Julius, geboren 25. Sept. 1825, gestorben 10. Nov. 1826,

4. Bertha, geboren 6. März 1827, gestorben 10. Mai 1832,

5. Albert, geboren 7. Juni 1828,

6. Charlotte, geboren 23. Oktober 1831, lebt in Ruppin.

Seine Tochter Karoline (VIII, 57) aus seiner zweiten Ehe w^arverheiratet mit dem Apotheker Heinrich Günther zu Lindow. Daseinzige Kind, Marianne, geboren 20. Juni 1845 zu Lindow, lebtheute in Ruppin.

Eine weitere Tochter Bertha (VIII, 59) verheiratete sich mitdem Prediger in Zerpenschleuse, Franz Heydemann. Die Ehe bliebkinderlos.