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An den KaufmannHerrn Ebelin Ruppin.
Bellevue, 26. Septbr. 1811.
Ich ersuche Sie, Mir eine Elle rothes Commis-Tuch mit Bei-fügung der Rechnung und des Passirzettels zu übersenden.
Ferdinand.
Fügen Sie diesen 5 Ellen grau Tuch ä 1 Thaler die Ellebey, von den, so die Armee zu Mänteln bekommt.
Ferdinand.
Dem KaufmannHerrn Ebel.
Den Nachsatz des Briefes vom 26. Sept. 1811 hat der Prinzpersönlich geschrieben. Während der Brief deutsch geschrieben ist,zeigt der Umschlag noch dem Geschmack der Zeit entsprechend,die französische Adresse. Der alte Dietrich hat die Briefe nichtmehr beantwortet, wir sehen, daß es sein Sohn Christian (VII, 3Dgetan hat.
Im Stammbuch der Tuchmacher findet sich Dietrich Ebells letzteUnterschrift am 5. Januar 1810. Dietrich ist wohl noch Teilhaberdes Geschäfts geblieben, tritt indessen weiter nicht mehr hervor.In Dietrichs Geschäft sind unter der erwähnten Firma Ebell & Söhnenur die beiden ältesten Söhne von Dietrich: Johann (VII, 26) undChristian Heinrich (VII, 31) zu verstehen, während die jüngerenBrüder jeder ein eigenes Geschäft eröffneten. Es ergibt sich diesaus einem Brief von Christian Ebell vom 14. April 1808 an HerrnStolterfoht in Lübeck, in welchem es unter anderem heißt: „DerJohann Ebell ist mein Bruder, ist aber von unserm Geschäft ab-gegangen, hat Brau- und Brennerei und Ackerbau, lebt in manchemBetracht glücklicher als zuvor. Ich habe aber noch zwei Brüder,die Tuchmacher sind, deren Waren ich immer mit verkaufe, wirwerden auch die Moltons gemeinschaftlich anfertigen etc.“ Hiersind nur zwei jüngere Brüder erwähnt. Es müssen dies Carl Lud-wig (VII, 35) und Gottfried Wilhelm (VII, 38) sein, denn FriedrichSamuel (VII, 33) war ja Tuchfabrikant in Pritzwalk zu dieser Zeit.Aus der Mitteilung, daß die Tuche gemeinschaftlich angefertigtwurden, geht aber hervor, daß Frieden und Eintracht unter denBrüdern geherrscht hat und die vorerwähnte Firma Dietrich Ebellund Söhne dürfte im gewissen Sinne auch mit diesen Brüdern imZusammenhang gestanden haben.