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von Dietrich Ebell und Söhne zeigen uns die folgenden Briefe desPrinzen Ferdinand von Preußen, 45 ) die wir mit Umschlägen hierwiedergeben.
Siegel des
Umschlags.
Berlin, 14. May 1811.
Ich ersuche Sie, mir 2 1/2 Ellen rothes Tuch zu senden, welchesdie Infanterie zu aufschlägen bekommt und 1 Thaler per Ellekostet; ferner blau Tuch ä 1 Thaler 2 4 /a Ellen. Deßgl. ös/i Ellengrau Tuch, so die Infanterie zu Hosen erhält, ä 20 Gr. pro Elleund die Rechnung davon beizufügen. Ferdinand.
Höchstwürdigster, durchlauchtigster Prinz!
Gnädigster Prinz und Herr!
Euer Königl Hoheit Höchstgnädigster Befehl vom 14. hujuszufolge, übersende ich hiermit
u. s. w.
Summe 12 Thaler 8 Gr.nebst Rechnung und ersterbe in tiefster DemuthEw. Königl. Hoheit
allerunterthänigst
Neu-Ruppin gehorsamster
d. 17. Mai 1811. Chrn. Ebell.
ib ) Prinz Ferdinand von Preußen war der jüngste Bruder Friedrichdes Großen. Er starb erst am 2. Mai 1813 im hohen Alter von 83 Jahrenim Schloß Bellevue in Berlin, seiner Schöpfung. Er war von Friedrichdem Großen zum Chef des nach ihm benannten, in Ruppin garnisonierendenRegiments ernannt und hat zeitweilig auch in Ruppin gewohnt. Daherwohl seine Beziehungen zur Stadt. Seine einzige Tochter Friederike DorotheaLuise Philippine von Preußen war mit dem Fürsten von Radziwill, demspäteren Statthalter in Posen, verheiratet. Die Tochter aus dieser Ehe,Elise, war die Jugendliebe Kaiser Wilhelms I. Das sogenannte „Prinzenhaus“in der Ludwigstraße, das jetzt Elise Ebell (IX, 19) und meiner Mutter AntonieEbell (IX, 34) gehört (es besteht eigentlich aus zwei Häusern), hat ernie bewohnt. Wohl aber wohnte hier in der Nacht vom 25. zum 2G. Ok-tober 1806 der Fürst von Hohenlohe, zwei Tage vor der schimpflichenKapitulation des preußischen Heeres bei Prenzlau.