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Geschichte des Geschlechts Ebell nebst Stammtafeln u. Wappen
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nur der Aelteste verließ später den väterlichen Beruf. Aus denBüchern des alten Tuchmachergewerks erfahren wir nun, daß Dietrich1759 (also zugleich mit dem Bürgerrecht) die Meisterwürde er-warb. Es heißt im Protokoll vom 8. Mai 1759: „Ferner hat sichChristian Dietrich Ebell von Perleberg zum Meisterrecht gemeldet,und da er allhier ein- und ausgeschrieben worden, auch seine dreiLehrjahre verwandert, soll er zum Meisterrecht admitieret werden.“

Ein weiteres Protokoll belehrt uns, daß der Bittsteller rite die Meister-würde erwarb. Es heißt: „Es hat der sich zur Erwerbung desMeisterrechts gemeldete Geselle Christian Dietrich Ebell, von Perle-berg gebürtig, sein Meisterstück nachgewiesen und wie solches richtigbefunden wurde, ist derselbe beim Gewerk als Meister an- undaufgenommen worden. Das Protokoll im Stammbuch der Tuch-machermeister notiert kurz: „Den 16. Juni 1759 auf Johanni Quartalist Meister geworden: Christian Dietrich Ebell, giebet in der Lade2 Thaler 12 Groschen zur Färberei und zur Vollerey 2 Thaler.“

Daß der junge Meister bald das volle Vertrauen seiner Innungs-meister erwarb, geht aus einem jener wohl verklauselierten Proto- *kolle vom 30. Juni 1772 hervor. „Eodem hat das Gewerk gleich-falls weiter beschlossen, daß der Besitzer Gottfried Bergemann nachwie vor nebst dem Tuchmacher Dietrich Ebell die Ablieferung in Berlinbesorgen solle, doch behalten sie sich die Freiheit für, bei vorkommen-den Fällen, und wenn sie bei dieser Ablieferung etwas Erheblichesauszusetzen fänden, andere in dem Platz zu erwählen. Für Sicher-heit alles dessen haben sämtliche Gegenwärtige das Protokoll unter-schrieben.“

In dieser Mission, die beim Gewerk bestellten Waren, dievon den einzelnen Meistern je nach ihrer Leistungsfähigkeit in6, 8, 10 und mehr Stück fertig gestellt waren, in Berlin abzuliefern,liegt namentlich unter dem Gesichtspunkte der übergroßen Vorsicht,mit der das Gewerk in allen Geschäftsangelegenheiten vorging, einaußergewöhnliches Vertrauensvotum. Für solche Posten wählte mansonst nur die ältesten Meister.

Haben wir im allgemeinen schon bei Joachim Heinrich Ebell(VI, 1) über das Ruppiner Tuchmachergewerk berichtet, so mögenhier noch einige Bemerkungen über das innere Wesen der Gilde unddie Organisation des Gewerks, wie es sich aus den alten Gewerk-schaftsstammbüchern darstellt, ihren Platz finden. Erst eine spätereZeit, die niemand von den alten Tuchmachern mehr gekannt hat,wird denselben das volle Interesse entgegenbringen.

Die Walken für die Tuchmachergilde befanden sich in Wustrauund Zippelsförde und waren dem Gewerk vom Könige (Friedrich

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