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Geschichte des Geschlechts Ebell nebst Stammtafeln u. Wappen
Entstehung
Seite
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11. 1809, Hypothekenbrief vom Bürger und Nadler Grünental inWittstock an Dietrich.

12. 1809, am 24. VIII. Das Königliche Militär-Oekonomie-De-partement fordert Dietrich und Söhne auf, Vorschläge über dieRückzahlung eines vom 2. Departement des Königlichen Ober-kriegskollegii zum Ankauf von Wolle erhaltenen Vorschussesvon 2000 Taler zu machen.

13. 1809, 11. Sept. Dietrich und Söhne richten dieserhalb einImmediatgesuch an König Friedrich Wilhelm III.

14. 1811, 24. Oktober, die dritte Division des Königlichen Militär-Oekonomiedepartements weist Dietrich Ebell und Söhnen eineBonifikation von 187 Talern 12 Groschen für gelieferte 3000Ellen blaues Tuch an.

15. 1811, 9. Nov. die genannte dritte Division quittiert die bareRückzahlung von 180 Talern auf den erwähnten Vorschußvon 2000 Talern.

16. 1828, 10. III. Nachlaßregulierung von Dietrich Ebell, undMarie Elisabeth, geborene Kiebach, aufgestellt von ChristianHeinrich Ebell.

Aus der bloßen Aufzählung dieser Dokumente (Familienarchivwäre am Platz) geht hervor, daß jener Dietrich ein betriebsamer,klarer Kopf gewesen sein muß. Das aus eigener Arbeit stammendeVermögen, wie die wohl von den Schwiegereltern herrührenden Mittelhatten ihm freieren Blick und größere freiere Regsamkeit gegeben. 43 )

Unser Dietrich nun verließ, wie sein ältester Bruder JoachimHeinrich (VI, 1) das Handwerk. 1759 erwarb er sich das Bürgerrechtvon Neu-Ruppin. Sein Bürgerbrief sei hier wiedergegeben. Währender bis 1809 (noch am 24. VIII. 1809) mit Tuchmacher beziehungs-weise Tuchlieferant bezeichnet wird, findet sich zum ersten Malin jenem oben unter No. 14 bezeichneten Schreiben die Bezeichnung„Tuchfabrikant“. Die Adresse lautet: „An den Tuchfabrikanten

43 ) Der Wert des Geldes liegt wohl nie im toten Kapital, sondernin erster Linie darin, daß es uns freier macht, freier in jeder Beziehung,unter diesem Gesichtspunkt nur hat das Streben nach Besitz Be-deutung, denn Freiheit ist ein erstrebenswertes Ziel. Frei ist, wie Ibsensagt, zwar jeder der edlen Zielen zustrebt, dennoch ist ein gewissesKapital, das unserm Auftreten auch nach außen hin eine bestimmte Festig-keit verleiht, das uns gestattet, außer den täglichen Sorgen und Mühendes Berufslebens auch künstlerischen Neigungen, die wohl in jedem schlum-mern und nur der Weckung bedürfen, nachzugehen, notwendig. Erst dieKunst erhebt uns über Sorgen und Alltagsstaub. „Kunst ist die rechteHand der Natur, diese hat nur Geschöpfe, jene hat Menschen gemacht.“(Schiller.)