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Hause GOttes dargestellt und Ihm geweyhet wer-den mußte. — Du, o ST>lt, hast mir dißhimmlische Rind geschenkt, die seye es dannauch feierlich übergeben und ganz deinemDienste gehciliget! Diß wars, was die frommeMutter bey dieser Gelegenheit tief empfand. Auchnoch zu unsern Zeiten ist es eine schöne Sitte,daß christliche Mutter einige Wochen nach derGebnrr ihres Kindes dem HErrn ihrem GLtt einDaukopfer für diß Geschenk darbringen, und ih-ren Liebling der väterlichen Leitung und Bewah-rung in brunstigem Gebete empfehlen. <D dugöttlicher Rinder« Freund, denkt wobl eine sol-che Mutter, laß mein Rind dir zum Wohlge-fallen, dir zur Ehre, den Menschen zum Ge-genaufwachsen! Erhalte es in deiner Gnade,die du ibm bey seiner Taufe zugesagt Haft!Der demürhigen Maria (den Oemüthigen ist jaEOtt besonders hold!) war bey dem Bestich imTempel eine neue Stärkung ibres Glaubens, ei-ne neue Freude an ihrem Kinde bestimmt. ES be-fand sich nehmlich zu Jerusalem unter den im-mer seltener gewordenen rechrschaff-ne» Israelitenein ausgezeichnet - frommer Greis, Simeon.Längst schon hatte dieser eine göttliche Versiche,rung erhalten, daß er nicht sterbe» sollte, che erden verheißenen Retter der Menschen (die Judennannten lh» in ihrer Sprache de» Mcßias) gese-hen hätte. M>t sehnlichem Verlange» fahe er je-dem Tag der Erfüllung aller seiner Wünsche ent-gegen. Emst fühlte er an einem Morgen einenbesonders lebhaften Trieb des Geistes, der ihn x»