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Wilhelm I, König der Niederlande : biographische Skizze und Charakteristik
Entstehung
Seite
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Provinzen gehören: Nord- und Südbrabant, Limburg,Geldern, Lüttich, Ost- und Wcstflandern, Hennegau,Holland, Zecland, Namur, Antwerpen, Utrecht, Fries-land, Obcryssel, Groningen und Drenthe. Das Grvß-hcrzogthum Luxemburg bleibt zwar mit dem Königreichvereinigt, doch als deutscher Bundesstaat. Die General-staaten sind aus zwei Kammern gebildet, deren die ersteaus wenigstens 40 und höchstens 60 vom König ernann-ten Mitgliedern besteht. Die 1 ic> Mitglieder der zweitenKammer werden von den Provinzialstaaten ernannt.

So war denn der hohe Muth und die Standhaftig-keit, mit der Wilhelm I. vor fast neun Jahren sich auchdie Napoleonschen Sklavenkcttcn anlegen zu lassen gewei-gert hatte, auf das glänzendste belohnt worden. — Somochte jetzt von Manchem, der damals diese Weigerungals Schwache und Kurzsichtigkeit bemitleidet hatte, mitNeid und verbissenem Ingrimm auf die durch Standhaf-tigkeit und Ausharren errungene Krone hinaufgcschautwerden. Auch dem aus seinem Vcrbannungsorte entwich-nen Corsen mochte es schmerzliche Empfindungen erre-gen, daß aus einem der schönsten Thcile seines Kaiscr-staats ein neues Reich für einen Fürsten errichtet wordenwar, den er einst in den Staub zu treten beschlossen hatte.Um ihn schnell wieder zu stürzen, jetzt wohl ganz zu ver-nichten, war vielleicht einer der Bewcggründc Napoleons,seinen wüthcnden Anfall gegen die Niederlande zu richten.Die Sieger bei Waterloo, wo auch der Kronprinz fürEuropa's Rettung focht und blutete, vereitelten alle seinePlane und befestigten Wilhelms I. Thron. (ig.Jun. igiZ.)

Inniger und ungetrübter hatte sich der König, hattensich auch die treuen Oranier im deutschen Erblande, desdurch dreitägigen Kampf errungenen großen Siegs er-freuen mögen, wäre nicht die früher beschlossene Tren-nung des geliebten Fürsten von seinem ihm so werthenWolke bereits bekannt gewesen. Nie hat vielleicht derheillose Landcrtausch bei Fürst und Volk schmerzlichereEmpfindungen erregt, als der, von dem hier die Rede ist.Umstände, welche die Folgezeit erst enthüllen mag, dran-