rer, auf die es Vertrauen setzte,' die es zu zweckmäßigenUnternehmungen leiten, von Ausschweifungen und Un-ordnungen abhalten konnten.
Wilhelm Friedrich, durch seine Anhänger von dem,was in Holland geschah, genugsam unterrichtet, war in-zwischen früher, und schon in der Zeil, als das Kriegs-glück sich immer mehr aufdie Seite der verbündeten Machtezu neigen schien, nach England übergeschifft, um mit derbrittischen Regierung die Maaßregeln wegen Unterstützungder Niederländer zu verabreden. Ob er hiernächst unmit-telbar von dort, oder von Deutschland aus in Hollandauftreten werde, blieb von den ferneren Ereignissen ab-hängig.
Zwar war die französische Kriegsmacht in den Nieder-landen sehr unbedeutend, denn Napoleon hatte, je mehrseine Heere ins Gedränge kamen und durch unglücklicheGefechte geschwächt wurden, auch aus den niederländi-schen Provinzen alle nur entbehrliche Mannschaft an sichziehen müssen. Doch waren die zahlreichen Festungennoch sämmtlich in französischen Händen. Und wenn gleichden Machthaber» des Usurpators die Gesinnungen des solange mißhandelten Volks, bei aller Vorsicht der Häupterdesselben, immer weniger ein Geheimniß bleiben konnten,so schien ihnen solche doch nicht sehr furchtbar. Denn ih-nen selbst war am besten bekannt, daß die eigentlichen Na-tionalsoldatcn fast sämmtlich sich auswärts bei den Armeenbefanden, alle Waffenvorräthe und Kriegsbedürfnisse je-der Art aber vorlängst aus dem Lande weggeschafft waren.
Eben dieser Mangel war aber auch für die Verbün-deten ein unübersieigliches Hindcrniß, öffentlich mit ibremPlan hervorzutreten, und das Volk zur Vertreibung ihrerzeitherigen Zwingherren aufzufordern. Jetzt näherten sichdoch endlich die siegreichen Heere den Grenzen. KleineAbtheilungen drangen schon in die östlichen und nördlichenProvinzen vor. In Amsterdam war (ig. und 16. Nov.)in einem Volksausstand die Oranienfarbe aufgesteckt; un-ter dem vormals gewöhnlichen Geschrei: Oranien bovon,waren die Zollhäuser verbrannt, die Napoleonschcn Adlervernichtet worden. Generalgouverneur Lebrun hatte rath-