digkeit des Staats gesichert. Bald ging auch diese verlo-ren. Napoleon, mit seinem Bruder unzufrieden, fandra hsam, das neue Königreich seinem Kaiserstaate einzu-verleiben. Aus dem ehemaligen Frcistaate ward eine fran-zösische Provinz. Strenge Befolgung des Continental-systems, und die Wirkung davon, völliges Stocken desHandels, Vermehrung der Abgaben, die den Niederlan-dern höchst verhaßte Conscription, Bedrückungen vonmancherlei Art, waren die nächsten Folgen. AllgemeineRoth vereinigte immer mehr alle Gemüther. Der Partei-geist verschwand, mit ihm auch allmahlig die Vorliebe zurehemaligen republikanischen Verfassung. Und wenn j,eBefreiung vom jetzigen Joche zu erwarten war, an wensollte sich dann das Land eher anschließen, als an das frü-her um dasselbe hochverdiente Haus Oranien? *) — Beieinigen unüberlegten und voreiligen, freilich durch Ver-zweiflung eingegebenen Versucheii, sich dem eisernen Scep-ter Napoleons zu entziehen, offenbarte sich schon dieseStimmung. Aber die Stunde der Befreiung hatte nochnicht geschlagen. Weislich ließen sich darum auch Oranienseifrigste Freunde nicht verführen, durch voreilige Schritteder Sache zu schaden, und sich selbst, ohne Nutzen, derfurchtbaren geheimen Polizei des Tyrannen in die Händezu liefern. Im Stillen ward vorbereitend mit besseremErfolg gewirkt. —
Vor allen müssen hier die Namen G. C. v. Hogen-dorp, v. d. Duyn v. Maasdam, Graf LimburgStirum, Repelaer v. Driel, de'Jonge undChanguion im Haag, v. d. Hoop zu Amsterdam, I.F. v. Hogendorp zu Rotterdam, und Bentink Buck-horst zu Zwvlle, genannt werden. Bereits gegen
*) Schon zwei Jahre vor der neuesten Umwandlung sagte einMitglied des franz. Gouvernements in einer Schilderung derdamaligen Stimmung in Holland: der eine Thcil der Nationsehnt sich nach der Zurückkunft des Prinzen von Oranien; derandre Theil wird sich gern bei einer solchen Veränderung beru-higen.
") Des Berf. Absicht ist nicht, hierdurch dem Verdienste einesKemper, Schölten, Falck, Olden.Barneveld,