Druckschrift 
1 (1792)
Entstehung
Seite
181
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Vertiefung, z. E. ein Fluß oder Graben be-fände , über den man von u nach d die Ketteausspannen und messen wolte, so wird sich dieKette, aller angewandten Kraft ohngeachtet,nie völlig in eine gerade Richtung ad ausspan-nen lassen, sondern sich allemal, gegen dieMitte zu, etwas senken, so daß die Gliederderselben, wie dc,, äe, u. s. w. insge-sammt gegen den Horizont eine gewisse Nei-gung bekommen.

Diese Senkung der Mcßkette, oder die Tie-fe ihres untersten Punktes 5, unter der Hori-zontallinie ad, ist desto merklicher, je mehrGlieder zwischen u und b ausgespannet sind.

Die Ursache, warum sich die Kette gegenihre Mitte zu senket, liegt offenbar in den ge-genseitigen Wirkungen der Schwere, mit wel-cher jedes Glied in einer Verticallinie herab-sinken will; die zwischen u und d herabhangen-den Glieder erhalten aber nicht eher ihre gehö-rige Stellung, als bis ihr gemeinschaftlicherMittelpunkt der Schwere, seine größre Tiefeunter der Horizontallinie erreicht bat. Ebendas gesagte gilt auch von einer Schnur, dieman zwischen u und b ausspannen wolte, nurmit dem Unterschiede, daß sich die Schnur ineine wirkliche zusammenhangende krumme Liniebeugt, bey der Kette hingegen, die Stellungihrer einzeln Glieder b>c,, äc u. s. w. mehrden Umfang eines gewissen Vielecks ausmacht.