I6i
II) Eben so lehret auch die Erfahrung,
daß, wenn hölzerne Maaßstäbe Feuchtigkeiteneinsangen, sie einige Veränderungen ihrer Längeerfahren, und kürzer werden, so lange dieseFeuchtigkeiten in den Zwisehenräumen nicht ge-frieren. Kommen sie aber in eine große Kälte,so hält es Hr. v. .Vlauportuis s Onnvre sNe. iVl inp. si III y. 144) für wahrschein-lich , daß sie sich alsdann nicht, wie andereMater-cil, zusammenzögen, sondern ausdehn-ten, weil die Feuchtigkeiten in ihnen gefrören,und das Eis einen grössern Raum einnimmt,als das Wasser, woraus es entstanden ist.
So dehnte sich, nach Hrn. Celsius Ver-suchen , eine hölzerne Stange, welche einerTemperatur von 14 Reaum. Graden über denGefrierpunkt ausgesetzt war, um 5^? ihrerLänge aus, als sie in eine Kälte von 14 Gra-den unter dem Gefrierpunkt gebracht wurde.
III) Wegen sill) ist es vortheilhaft, diehölzernen Maaßstäbe, ehe man die Abtheilun-gen darauf macht, mit einer Oclfarbe anzu-streichen, und wenn diese wohl getrocknet, sienoch mir einem Lakfürnis zu überziehen.
IV) Bey Messungen, wo eine sehr großeSchärfe erfordert wird, muß man allerdingsdie Fehler cinigermaaßen kennen, d'e aus denin (I) erwähnten Ursachen zu befürchten sind,und aus Versuchen über den Einfluß der
L Warme