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Neue Gedichte
Seite
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Zeitgedichte.

Laß ab mit Spöttelei'», o Fritz!Es ziemt Germanias Söhne»

Wohl nimmermehr, mit schlechtem WitzGefallene Größe zu höhnen.

Dusolltest mit Pietät, mich deucht.Behandeln solche Leute;

Der Alts ist dein Vater vielleichtVon mütterlicher Seite.

8.

Entartung.

Hat die Natur sich auch verschlechtert,Und nimmt sie Menschenfehler an?

Mich dünkt, die Pflanzen und die Tiere,Sie lügen jetzt wie jedermann.

Ich glaub' nicht an der Lilie Keuschheit,Es buhlt mit ihr der bunte Geck,Der Schmetterling; er küßt und flattertAm End' mit ihrer Unschuld weg.

Von der Bescheidenheit der VeilchenHalt' ich nicht viel. Die kleine Blum',Mit den koketten Düften lockt sie,Und heimlich dürstet sie nach Ruhm.

Ich zweifle auch, ob sie empfindet,Die Nachtigall, das was sie singt;Sie übertreibt und schluchzt und trillertNur aus Routine, wie mich dünkt.

Die Wahrheit schwindet von der Erde,Auch mit der Treu' ist es vorbei.Die Hunde wedeln noch und stinkenWie sonst, doch sind sie nicht mehr treu.