Roimmjin.
Sein Weib und stöhnt —
Der Henker steht vor der Thüre.
Der Reigen beginnt und Herr Okaf erfaßtSein junges Weib, und mit wilder HastSie tanzen, bei Fackelglanz,
Den letzten Tanz —
Der Henker steht vor der Thüre.
Die Geigen geben so lustigen Klang,Die Flöten seufzen so traurig und bang!Wer die beiden tanzen sieht,
Dem erbebt das Gemüt —
Der Henker steht vor der Thüre.
Und wie sie tanzen, im dröhnenden Saal,Herr Olaf flüstert zu seinem Gemahl:„Du weißt nicht wie lieb ich dich Hab' —So kalt ist das Grab —"
Der Henker steht vor der Thüre.
HI.
Herr Olaf, es ist Mitternacht,
Dein Leben ist verflossen!
Du hattest eines FürstenkindsIn freier Lust genossen.
Die Mönche murmeln das Totengebet,Der Mann im roten Rocke,
Er steht mit seinem blanken BeilSchon vor dem schwarzen Blocke.
Herr Olaf steigt in den Hof hinab.Da blinken viel Schwerter und Lichter,Es lächelt des Ritters roter Mund,Mit lächelndem Munde spricht er:
„Ich segne die Sonne, ich segne den Mond,Und die Stern', die am Himmel schweifen.Ich segne auch die Vögelein,
Die in den Lüften pfeifen.