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Neue Gedichte
Seite
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32 Heine: Neue Gedichte.

2.

Am Golfe von BiscayaHot sie den Tag erblickt;

Sie hat schon in der WiegeZwei junge Katzen erdrückt.

Sie lief mit bloßen FüßenWohl über die Pyrenä'n;

Drauf ließ sie als junge RiesinIn Perpignan sich sehn.

Jetzt ist sie die größte DameIm Faubourg Saint-Denis;Sie kostet dem kleinen Sir WilliamSchon dreizehntausend Louis.

3.

Manchmal wenn ich bei Euch bin,Großgeliebte, edle Dona,Wie erinnernd schweift mein SinnNach dem Marktplatz zu Bologna.

Dorten ist ein großer Brunn,Fönte del Gigante heißt er,Obendrauf steht ein Neptun,Von Johannß dem alten Meister.

Hortmst.

1.

Ehmals glaubt' ich, alle Küsse,Die ein Weib uns gibt und nimmt,Seien uns, durch Schicksalsschlüsse,Schon urzeitlich vorbestimmt.

l Jean Boulogne tGiovamn Bologna). 1524—1608, flandrischer Bild-d-mcr and ArchMkl, schus I56S-67 aas Wunich des Papstes Pius IV. denAeptunsdrunnen i» Bologna, sein bedeutenostes Werk.