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Neue Gedichte
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Heine! Neue Gedichte.

Diesen Nosen meine Liebe,

Träumend sing' ich Wunderklänge

Bis mich weckt das Licht der SonneOder auch das holde LärmenJener andren Nachtigallen,

Die vor meinem Fenster schwärmen.

37.

Sterne mit den goldnen FüßchenWandeln droben bang und sacht.Daß sie nicht die Erde wecken,

Die da schläft im Schoß der Nacht.

Horchend stehn die stummen Wälder,Jedes Blatt ein grünes Ohr!

Und der Berg, wie träumend streckt erSeinen Schattenarm hervor.

Doch was rief dort? In mein HerzeDringt der Töne Widerhall.

War es der Geliebten Stimme,

Oder nur die Nachtigall?

38.

Ernst ist der Frühling, seine TräumeSind traurig, jede Blume schautVom Schmerz bewegt, es bebt geheimeWehmut iin Nachtigallenlaut.

O lächle nicht, geliebte Schöne,So freundlich heiter, lächle nicht!O, weine lieber, eine ThräneKüss' ich so gern dir vom Gesicht.