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Neue Gedichte
Seite
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Neuer Frühling. 1.1

Ach, vielleicht fährt sie vorüber,

Und mich treffen ihre Blicke.

Im Geräusch des WasserfallesHör' ich wieder leises Klagen,

Und mein schönes Herz versteht es.

Was die weißen Wellen sagen.

Wieder in verschlnngnen GängenHab' ich träumend mich verloren,

Und die Vögel in den BüschenSpotten des verliebten Thoren.

20.

Die Rose duftet doch ob sie empfindetDas was sie duftet, ob die NachtigallSelbst fühlt, was sich durch unsrs Seele windet,Bei ihres Liedes süßem Widerhall;

Ich weiß es nicht. Doch macht uns gar verdrießlichDie Wahrheit oft! Und Ros' und Nachtigall,

Erlögen sie auch das Gefühl, ersprießlichWar'" solche Lüge, wie in manchem Fall

21.

Weil ich dich liebe, muß ich fliehendDein Antlitz meiden zürne nicht.Wie paßt dein Antlitz, schön und blühend,Zu meinem traurigen Gesicht!

Weil ich dich liebe, wird so bläßlich,So elend mager mein GesichtDu fändest mich am Ends häßlichIch will dich meiden zürne nicht.

29.

Ich wandle unter BlumenUnd blühe selber mit;Ich wandle wie im Traume,Und schwanke bei jedem Schritt.