ßg Heinrich Heins.
„Ach, Herr Landsmann, welch ein Unglück,Daß der Legationsrat Kölle',
Wenn wir bei Tabak und BierIn der Kneipe diskurierten,
„Immer auf den Satz zurückkam.
Man erwürbe nur durch ReisenJene Bildung, die er selberAus der Fremde mitgebracht!
„Um mir nun die rohe KrusteVon den Beinen abzulaufen,
Und, wie Kölle, mir die feinernWeltmannssitten anzuschleifen:
„Nahm ich Abschied von der Heimat,
Und auf meiner BildungsreiseKam ich nach den Pyrenäen,
Nach der Hütte der Uraka.
„Bracht' ihr ein EmpfehlungsschreibenVom Justinus Kerner; dachteNicht daran, daß dieser FreundIn Verbindung steht mit Hexen
„Freundlich nahm mich auf Uraka,
Doch es wuchs, zu meinem Schrecken,
Diese Freundlichkeit, ausartendEndlich gar in Sinnenbrunst.
„Ja, es flackerte die UnzuchtScheußlich auf im welken BusenDieser lasterhaften Vettel,
Und sie wollte mich verführen. '
„Doch ich flehte: Ach, entschuld'genSie, Madame! bin kein frivoler
' Christoph Frieds. K. von Kölle <1781 —I8t8), württembergischer Ge-h eimer Lcgatiousrat, Mitbegründer der „Teutschen Merteljahrsschrist", Ver-fasser von Gedichte» nnd politischen Aufsätze,,. Cr lebte i» Ron,, Paris,im Haag, in München, Karlsruhe !c.
' Bekanntlich neigte sich Justinus Kerncr dem Gespensterglauben zu undstellte in seinem Hause zu W-insberg manche Versuche und Beobachtungenan, die zur genaueren Ermittelung der überirdischen Welt fuhren sollten.