Atta Troll. 53
Ja, er spricht, und zwar gemütlichSchwäbisch ist die Mundart; träumend,Wie verloren in Gedanken,
Spricht er folgendergestalt:
„O, ich armer Schwabendichter!
In der Fremde muß ich traurigAls verwünschter Mops verschmachten,
Und den Hexenkessel hüten!
„Welch ein schändliches VerbrechenIst die Zauberei! Wie tragischIst mein Schicksal: menschlich fühlenIn der Hülle eines Hundes!
„Wär' ich doch daheim geblieben,
Bei den trauten Schulgenossen!
Das sind keine Hexenmeister,
Sie bezaubern keinen Menschen.
„Wär' ich doch daheim geblieben,
Bei Karl Mayer, bei den süßenGelbveiglein des Vaterlandes,
Bei den frommen Metzelsuppen!
„Heute sterb' ich fast vor Heimweh —
Sehen möcht' ich nur den Rauch,
Der emporsteigt aus dem Schornstein,
Wenn man Nudeln kocht in Stukkert!"
Als ich dies vernahm, ergriff michTiefe Rührung; von dem LagerSprang ich auf, an das KaminSetzt' ich mich, und sprach mitleidig:
„Edler Sänger, wie gerietestDu in diese Hexenhütte?
Und warum hat man so grausamDich in einen Hund verwandelt?"
Jener aber rief mit Freude:
„Also sind Sie kein Franzose?
Sind ein Deutscher, und verstandenMeinen stillen Monolog?