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Romanzero
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I^g Heine: Romanzero.

Jahre kommen und vergehen —

Drei Jahrtausende verflossen,

Seit gestorben unser Ahnherr,

Herr Schlemihl ben Zun Schadday.

Längst ist auch der Pinhas tot —Doch sein Speer hat sich erhalten,Und wir hören ihn beständigÜber unsre Häupter schwirrein

Und die besten Herzen trifft er —Wie Jehnda ben Halevy,

Traf er Moses Iben EsraUnd er traf auch den GabirolDen Gabirol, diesen treuenGvttgeweihten Minnesänger,

Diese fromme NachtigallDeren Rose Gott gewesen —

Diese Nachtigall, die zärtlichIhre Liebeslieder sangIn der Dunkelheit der gotischMittelalterlichen Nacht !

Unerschrocken, unbekümmertOb den Fratzen und Gespenstern,Ob dem Wust von Tod und Wahnsinn,Die gespukt in jener Nacht —

Sie, die Nachtigall, sie dachteNur an ihren göttlich Liebsten,Dem sie ihre Liebe schluchzte,

Den ihr Lobgesang verherrlicht! —

Dreißig Lenze sah GabirolHier auf Erden, aber FamaAusposaunte seines NamensHerrlichkeit durch alle Lande.

Zu Corduba, wo er wohnte,

War ein Mohr sein nächster Nachbar,Welcher gleichfalls Verse machteUnd des Dichters Ruhm beneidet'.

Hörte er den Dichter singen,

Schwoll dem Mohren gleich die Galle,