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Romanzero
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118 Heine: Nomanzero.

Damals war so sonnengoldigUnd so purpurn mir zu Mute/

Meine Stirn' umkränzte Weinlaub,

Und es tönten die Fanfaren —

Still davon — gebrochen liegtJetzt mein stolzer Siegeswagen,

Und die Panther, die ihn zogen.

Sind verreckt, so wie die Weiber,

Die mit Pauk' und ZimbelkläugenMich umtanzten, und ich selbstWälze mich am Boden elend,

Krüppelelend — still davon —

Still davon — es ist die RedeVon dem Kästchen des Darius,

Und ich dacht' in meinem Sinne:

Käm' ich in Besitz des Kästchens,

Und mich zwänge nicht FinanznctGleich dasselbe zu versilbern,

So verschlösse ich darinDie Gedichte unsres Rabbi —

Des Jehuda ben HalevyFestgesängs, Klagelieder,

Die Ghaselen, ReisebilderSeiner Wallfahrt — alles lieh' ich

Von dein besten Zophar' schreibenAuf der reinsten Pergamenthaut,

Und ich legte diese HandschriftIn das kleine goldne Kästchen.

Dieses stellt' ich auf den TischNeben meinem Bett, und kämenDann die Freunde und erstauntenOb der Pracht der kleinen Truhe,

5 Nichtiger Szofer, Schreiber der Gesctzrollen, der Schr.ft für die Mesujot(Thürpfostcn.nschuft) und Tefiüiu (Gebetnemen).