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Romanzero
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Dritte Buch Hebräische Melodien. Ii)?

Während sie umflattert kleinesZeisigvolk, das lustig trillert —

Alle atmen ein, beseligt,

Einen reinen Balsamduft,

Welcher unvermischt mit schnödemErdendunst und Mißgeruche.

Die Hagada ist ein GartenSolcher Luftkindgrillenart,

Und der junge Talmudschlller,

Wenn sein Herze war bestäubet

Und betäubet vom GezankeDer Halacha, vom DisputeÜber das fatale Ei,

Das ein Huhn gelegt am Festtag',

Oder über eine FrageGleicher Jmportanz — der KnabeFloh alsdann sich zu erfrischenIn die blühende Hagada,

Wo die schönen alten Sagen,

Engelmärchen und Legenden,

Stille Märtyrerhistorien,

Festgesänge, Weisheitsprüche,

Auch Hyperbeln, gar possierlich,

Alles aber glaubenskräftig,

Glaubensglühend — O, das glänzte,

Quoll und sproß so überschwenglich —

Und des Knaben edles HerzeWard ergriffen von der wilden,

Abenteuerlichen Süße,

Von der wundersamen Schmerzlust

Und den fabelhaften SchauernJener seligen Geheimwelt,

> Mit diesem religionsgcschlichen Stoff beginnt der Traktat de? babylo-nischen Talmud Beza: „Ein Ei. welches an, Helertage gelegt ist, darf andemselben nach Ansicht der Schule Schammais genossen, nach Ansicht der5Melschcn Schule aber nicht genossen werden.