log Hciinu Romanzero.
Trostverheißend goldne Lichter.
Wie sie glänzen, wie sie glimmern!
Stolz aufflackern auch die KerzenAuf der Brüstung des Almemors
Vor dein Schreine, der die ThoraAufbewahret, und verhängt istMit der kostbar seidneu Decke,
Die von Edelsteinen funkelt —
Dort an seinem BetpultständerSteht schon der Gemeindesänger;Schmuckes Männchen, daß sein schwarzesMäntelchen kokett geachselt.
Um die weiße Hand zu zeigen,
Haspelt er am Halse, seltsamAn die Schläf' den Zeigefinger,
An die Kehl' den Daumen drückend.
Trällert vor sich hin ganz leise,
Bis er endlich lautaufjubelndSeine Stimm' erhebt und singt:
Lecho Daudi Likras Kalle!
Lecho Daudi Likras Kalle" —
Komm', Geliebter, deiner harretSchon die Braut, die dir entschleiertIhr verschämtes Angesicht!
Dieses hübsche HochzeitkarmenIst gedichtet von dem großen,Hochberühmten MinnesingerDon Jehuda ben Halevy".
In dein Liede wird gefeiertDie Vermählung Israels
1 Emporbühnc in der Mitte der Synagoge, wo die Pentatench- undProphetenabschnitte verlesen werden.
2 „Komm, mein Freund, der Braut entgegen/'
2 Irrig; vielmehr von dem in der Mitte des 16. Jahrhunder s in Safetwirkenden Kabbalistcn Salomo Alkabiz verfaßt.