Drittes Blich. Hebräische Melodien. 101
Mit der Frau Prinzessin Sabbat,
Die man nennt die stille Fürstin.
Perl' und Blume aller SchönheitIst die Fürstin. Schöner warNicht die Königin von Saba,
Salomonis Busenfreundin,
Die, ein Blaustrumpf Äthiopiens,
Durch Esprit brillieren wollte,
Und mit ihren klugen RätselnAuf die Länge fatigant ward.
Die Prinzessin Sabbat, welcheJa die personifizierteRuhe ist, verabscheut alleGeisteskämpfe und Debatten.
Gleich fatal ist ihr die trampelndDeklamierende Passion,
Jenes Pathos, das mit flatterndAufgelöstem Haar einherstürmt.
Sittsam birgt die stille FürstinIn der Haube ihre Zöpfe;
Blickt so sanft wie die Gazelle,
Blüht so schlank wie eine Addas^.
Sie erlaubt dem Liebsten alles.
Ausgenommen Tabnkrauchen —
„Liebster! Rauchen ist verbotenWeil es heute Sabbat ist.
„Dafür aber heute mittagSoll dir dampfen, zum Ersatz,
Ein Gericht, das wahrhaft göttlich —
Heute sollst du Schalet^ essen!"
Schalet, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium!
' Wahrscheinlich Name einer in Bengalen wachsenden Baumwollstaude.2 Sabbatgeeicht.