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Romanzero
Seite
92
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Heine: Nomanzcro.

14.

Frau Sorge.

In meines Glückes Sonnenglanz,Da gaukelte fröhlich der Mückentanz.Die lieben Freunde liebten michUnd teilten mit mir brüderlichWohl meinen besten BratenUnd meinen letzten Dukaten.

Das Glück ist fort, der Beutel leer,Und Hab' auch keine Freunde mehr;

Erloschen ist der Sonnenglanz,

Zerstoben ist der Mückentanz,

Die Freunde, so wie die Mücke,

Verschwinden mit dem Glücke.

An meinem Bett in der WinternachtAls Wärterin die Sorge wacht.

Sie trägt eine weiße Unterjack',

Ein schwarzes Mützchen, und schnupft Tabak.Die Dose knarrt so gräßlich,

Die Alte nickt so häßlich.

Mir träumt manchmal, gekommen seiZurück das Glück und der junge MaiUnd die Freundschaft und der MückenschwarmDa knarrt die Dose — daß Gott erbarm',Es platzt die Seifenblase —

Die Alte schneuzt die Nase.

13.

Alt dir Engel.

DaS ist der böse Thanatos,

Er kommt auf einem fahlen Roß;

Ich hör' den Hufschlag, hör' den Trab,Der dunkle Reiter holt mich ab —

Er reißt mich fort, Mathilden soll ich lassen,O, den Gedanken kann mein Herz nicht fassen!