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Kurze Anleitung zum Bau der Gewächshäuser mit Angabe der inneren Einrichtung derselben u. der Construktion ihrer einzelnen Theile : mit 6 Kupfertaf.
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gebrochenen Ecken zu ersetzen. Die große Masse der Fenster und der sehr schmaleZwischcnraum, der die einzelnen Fenster nur von einander trennen darf, muß jedenVersuch verunglücken lassen, diese Art von Gebäuden nach den Regeln der Säu-lenordnung zu verzieren.

Sind die Orangeriegebäude nicht angelegt, um Bäume, welche in Kübelnstehen und welche nur hauptjachlich als Zierde dienen sollen, so lange durchzubrin-gen, bis sie ins Freie gestellt werden können, sondern wird auf den Ertrag derFrüchte vorzüglich Rücksicht genommen, und werden die Bäume nicht als Zier-pflanzen benutzt, so muß die Erbauung eines solchen Hauses auch nach anderenGrundsätzen geschehen. Die Erfahrung lehrt, daß Orangenbäume reichlichere undschönere Früchte bringen, wenn sie nicht in Kübeln, sondern in freie Erde gepflanztwerden. Da in der wärmcrn Jahreszeit aber Luft und Sonne ungehindert aufsie einwirken muß, so ist die Einrichtung des Hauses so zu treffen, daß dasselbe indieser Zeit ganz weggenommen werden kann, oder mir einem Worte, so zu er-bauen, wie dies unter dem Abschnitte von den Conservatoricn angegeben worden ist.Da, wenn nur vom Nutzen die Rede ist, die Berücksichtigung des Schönen nach-stehen muß, so thut man am bcst-m, d!« Einrichtung so zu treffen, daß von die-sem Gebäude, mit Ausnahme der Fundamentmauern, alle Bedeckung und jederSchutz entfernt werde. In südlichern Ländern, wo die Winter noch zu kalt sind,um solche Bäume ganz unbeschützt auf eine kurze Zeit stehen zu lassen, überbautman ganze große Räume, indem über Pfähle eine leichte Bedachung, mit Strohgedeckt, angebracht wird, so, daß wenn der Raum zu breit ist, um mit einemDache überspannt zu werden, mehrere Abtheilungen geinacht sind, deren Dachflä-chen sich gegen einander neigen. Die Umfassungswändc aber werden leicht mitBrettern ausgeschürzt und nur so viel Fenster darin angebracht, als nöthig sind,den Bäumen genug Licht und Luft zuzuführen, damit sie während der kurzen Zeit,daß sie überbaut sind, nicht leiden.

Die Hcitzung der Orangeriehäuser geschieht am zweckmäßigsten durch in dieErde versenkte Kanäle und ist hierüber weiter nichts zu bemerken nöthig.