^Ver seit längerer Zeit mit dem Zustande des Gartenwesens im nördlichenDeutschlande und besonders mit dem, was auf Pflanzen-Kultur inTreib-und Gewächshausern Bezug hat, bekannt ist; dem kann es nicht entgangensein, welche Veränderungen dieser Zweig der Gartenkunst seit den letztver-gangenen WJahren erlitten und welcheVerbesserungen darin Statt gefunden.
Diese Ameliocationen sind nicht sowohl anö dem Bestreben nachVervollkommnung herzuleiten, als vielmehr aus dem beträchtlichen Zu-wachse, den die Botanik dadurch erhalten hat, daß entfernte Länder, diesonst kaum dem Namen nach bekannt waren, von Reisenden durchstrichenwurden. Sie lehrten die Schätze des Pflanzenreichs näher kennen undbrachten an gedeihlichen Gewächsen, was nur möglich, nach Europa.Dieser reiche Zusammenfluß von Gewächsen aller Art mußte bald dieUeberzeugung gewahren, daß die nach damals üblicher Art erbauten Ge-wächshäuser nicht mehr zur Kultur jener Pflanzen ausreichten und daß,wenn deren Pflege und Fortpflanzung zweckmäßig geschehen sollte, auch eineAbänderung in der Einrichtung dieser Häuser vorgenommen werden müsse.
Natürlich konnte diese Umänderung nicht mit einemmale alles um-fassen, und es gehörte Zeit und Erfahrung dazu, um zu ermitteln, wiedie eine oder die andere Form des Hauses, Lage der Fenster, Einrichtungder Heitzungen u. s. w. vortheilhaft oder nachtheilig auf die Kultur derPflanzen einwirke. Diese mannigfaltigen Abänderungen, welche öftersauch wohl Verschlimmerungen sein mochten, aufzuführen, liegt außer demZwecke dieser Schrift, die sich nur beschränken soll, das zu beschreiben,was für jetzt als gut und zweckmäßig erkannt wird.
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