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ist angenommen, daß sich in der Mitte ein Salon befinden soll, der um etwashöher wie die daran sich anschließenden Flügel gehalten ist. Diese, welche mansich nach Willkühr verlängert denken kann, dienen zur Aufnahme der Orangerie,und in dem Salon mögen ausgezeichnet hohe und schöne Baume dieser oder ei-ner andern sich dahin passenden Art ihre Stelle finden.
Die Decke des Salon ist grade und wird nur durch die schwachen Pfeilera, 3, untersucht, über welche verzahnte Träger zur Unterstützung der Balkenzu liegen kommen, die im Profile 5 ersichtlich sind. In eben dieser Figurist durch die punklirte Linie die Form der Seitenflügel angedeutet, und damit dieForm des Daches keinen Ucbelstand verursacht, ist, soweit diese sichtbar bleibt,keine Glaswand, sondern es sind undurchsichtige Füllungen, mit Malerei verziertangebracht. Im Grundrisse I'ch. 3. ist der Platfond durch schwache Linien an-gedeutet und angenommen, daß der Fond desselben zwischen den durch die Uutcr-züge sich bildenden Cassettcn aus einem lebhaften Himmelblau besteht, das Lcistemwerk aber ganz schwach gehalten und vergoldet werden soll, damit das Ganze mög-lichst leicht und luftig erscheint.
Bei dieser Gelegenheit sei es erlaube, auf eme Schwierigkeit bei Entwertungder Gewächshäuser hinzudeuten. Diese betrifft die zu gebende äußere Form,wenn das Gebäude nämlich nicht allein seinen Zweck erfüllen, sondern auch einschönes Aeußere gewähren soll. Die bei Wohn- und Prachtgebäudcn aller Artgebräuchlichen Ordnungen der Baukunst finden hier nicht wohl Anwendung. EineSäulcnstellung, auch die leichteste und zierlichste, taugt hier nicht, wenn sie dieFenstertheilung bilden muß, da auch die schlankcste Säule, wcnn sie in der Regelbleibt, noch viel zu viel Schatten giebt, selbst abgesehen davon, daß ein hohes Eu-tablcment und ein weit vorragendes Gesims ganz unstatthaft sind. Um diese Feh-ler zu vermelden, werden nicht selten Säulen und Gebälk, ganz von den eigentli-chen, ihnen zukommenden Verhältnissen abweichend, angebracht und erscheinen daherverkrüppelt und unangenehm. Der nothwendige Karakter eines Gewächshausesjeder Art muß äußerste Leichtigkeit fein, die durch keine der in der Baukunst auf-genommenen Ordnungen in dem Maaße hervorgebracht werden kann. Es scheintdaher sehr gerathen, von der Idee, etwas in dieser Art Regelrechtes hervorbringenzu wollen, abzugehen und die Säulen durch schlanke Pfeiler rund, eckig oder mit