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Kurze Anleitung zum Bau der Gewächshäuser mit Angabe der inneren Einrichtung derselben u. der Construktion ihrer einzelnen Theile : mit 6 Kupfertaf.
Entstehung
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reu Glaswand 19 Fuß hoch, wobei seiner Versicherung nach, die Pflanzen ganzvorzüglich gedeihen. Ein ähnliches in Nymphcnburg von ihm erbautes Haus istmit einer horizontalen Decke versehen. Auch in diesem Hause gedeihen die Pflan-zen sehr gut, doch mit dem Unterschiede, daß nicht alle ganz grade wachsen, sondernsich nach der vorderen Glaswand mehr oder weniger hinneigen, welches zum Vovtheil der Ellipse beweiset.

Obgleich die von dem Herrn v. Sckcll angegebenen Häuser nicht zur Auf-bewahrung von Orangerie bestimmt sind, sondern als Gewächshäuser für andereexotische Pflanzen dienen, so ist es doch keinem Zweifel unterworfen, daß sie sichganz zu Orangcrkegcbäuden, sowohl nach Form als Höhe, eignen. Eben so kanndas auf l'ad. IV. abgebildete Conservatorium unbedenklich als Orangerie-Hausgebraucht werden, nur daß die Höhe desselben sich nach der Größe der unterzubrin-genden Bäume richten muß und in sehr seltenen Fällen einer Höhe von 29 Fußbedürfen wird. Ob das Haus, wenn es zu diesem Zwecke dient, im Dache Fen-ster erhalten soll oder nicht, hängt von der Ansicht des Erbauers ab. Nachrheiligsind solche gewiß nicht, und wer die Kosten nicht scheuet, wird es nicht bereuen,sie angebracht zu haben, sobald nuu ducch Doppelfenster für gehörigen Schuhgesorgt worden ist.

Ein Blick auf die Zeichnung wird hinreichend sein, um die Ueberzeugung zugewinnen, wie sehr gewagt es bei langen Räumen ist, die Sparren, ohne allenGegendruck, an die senkrecht stehende Frontenwand anlehnen zu lassen, und dochkann ein solcher Gegendruck nicht angebracht werden, wenn der innere Raum freibleiben soll. Es möchte daher wohl anzurachcn sein, alle 24 Fuß höchstens eineScheidewand anzubringen, die als Binder dient; denn, wenn auch in den erstenJahren, wo das Holzwcrk noch frisch und kräftig in seinen VcrsaHungen steht,alles im gehörigen Gleise bleibt, so möchte doch wohl späterhin ein Ueberweichennicht zu vermeiden sein. lb-P. 3. ist ein Theil des Grundrisses und mit demProfile nach einerlei Maßstab gezeichnet. 1^. 4. ist die vordere Ansicht und b-P. 5.ein Queerprofil nach einem kleineren Maßstabe, jedoch sind nur die Seitenflügeldem von Herrn v. Sckcll gegebenen Muster nachgeahmt, der mittlere Theil aberhinzugefügt worden, um die Verbindung der niederen Flügel mit dem höherenSalon deutlich zu machen, da dieser Fall bei großen Orangerien oft eintritt. Es