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Kurze Anleitung zum Bau der Gewächshäuser mit Angabe der inneren Einrichtung derselben u. der Construktion ihrer einzelnen Theile : mit 6 Kupfertaf.
Entstehung
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Wenn gleich bei einem gut eingerichteten Treibhause die zwischen den Spar«ren liegenden Fenster so angelegt sein müssen, daß sie geöffnet werden können, seies nun, daß man sie herunter zieht, oder aufklappt, so können doch auch Fälleeintreten, wo man dem Hause Luft zu geben wünscht, ohne eben nöthig zu haben,den ganzen Fensterflügel zu öffnen. Alsdann ist es sehr zweckmäßig, noch an derSpitze des Hauses kleine Klappen anzubringen, die sich leicht in die Höhe hebenlassen. Sie können entweder aus dünnen mit Zink oder Blech belegten Brettern,oder, da diese zu viel Schatten geben, aus I Fuß großen Fensterflügeln bestehen.In biA. 44. L. ist nach einem größern Maaßstabe die Construction angegeben,wie vermittelst eines eisernen Hebels die Klappen oder Fenster gehoben werdenkönnen. Es ist nämlich acK ein eiserner, vorne bei b>, wo er unter die Klappegreift, mit einer kleinen Rolle versehener, Hebel, der mittelst der Schnur a ck ge-hoben werden kann. Ist er in die Lage koe gebracht, so wird dadurch das Fen-ster oder die Klappe um i Ii gehoben und dadurch die Lüftung des Hauses be-wirkt. Wählt man statt der Klappe ein Fenster, so muß sich das Rad l» aufdein Nahmenstücke bewegen lind dies kann zur leichteren Bewegung eine kleine eiserneSchiene erhalten. Der Hebel darf übrigens nicht aus zu schwachem Eisen gefer-tigt sein, denn weil er nur den Flügel von der Seite faßt, so ist das zu überwin-dende Gewicht eines 3 bis 4 Fuß breiten und 1 Fuß langen Fensterflügels nichtganz unbedeutend. Diese Art zu lüften hat den Vorzug, daß nicht allein die schäd-lichen Dünste schnell abgeleitet, sondern auch den Gewächsen keine Kälte zugeführtwerden kann.

Die Fonn des Hauses läßt, wie der Augenschein lehrt, kein Herunterziehender Fensterflügel zu, und diese müssen daher so eingerichtet werden, daß sie mit-telst Charnier-Bänder entweder in die Höhe gehoben, oder, noch besser, von derSeite aufgestülpt werden können. Da die Fenster sehr lang werden, so ist auchhier das Brechen nöthig, oder die Sparren werden durch eine Verriegelung in 2gleiche Theile getheilt, wovon ein jeder seinen besonderen Fensterrahmen erhält, wel-cher auf dem Sparren und der Verriegelung aufliegt. Die Anbringung derBänder ist übrigens für beide Fälle so einfach, daß eine umständlichere Beschrei-bung überflüssig sein würde, und ist nur zu bemerken, daß es am bequemsten undsichersten ist, sich zum Offenhalten der Fenster der Stclleisen zu bedienen, desglei-