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rollt diese nach Art der Fenster-Rouleaux ober- und unterhalb des Vorschlagebrcrts,an den Kopsen der hintern Sparren in eine Wulst zusammen. Zu dem Endemuß man den Hinteren Sparren etwas weit vortreten lassen, damit die Wülste,welche bei der Stärke des Zeuges einen bedeutenden Durchmesser erhalten, gegenden Regen geschützt sind. Die Erfahrung hat aber gelehrt, daß auch bei dersorgfältigsten Auswahl des Zeuges und bei aller Vorsicht, es doch bald verstockt,und daher die Deckung mir Rahmen, welche von unten auf und da, wo es nöthigist, mit Leitern herausgebracht werden, Vorzug vor allen künstlichen Vorrichtungenverdient. Liegen die oberen Fenster sehr hoch, z. B. 30 — 40 Fuß, und mußdas Haus von oben her Licht erhalten, so würde das tägliche Auflegen und Ab-nehmen der Laden, während der rauhen Jahreszeit, sehr mühsam sein. Unter sol-chen Bedingungen und in ähnlichen Fällen ist es zweckmäßiger, sich der Doppcl-fenster zu bedienen. Es werden nämlich 2 gewöhnliche Fensterrahmen angefertigtund verglaset und diese Rahmen so über einander gelegt, daß zwischen den Glas-scheiben ein etwa 3 — 4 Zoll großer Raum bleibt. Das untere Fenster liegt ineinem Falze des Sparren, das obere aber auf dein Sparren selbst, daher es einegrößere Breite als das untere erhält, und wird auf die Sparren festgeschraubt.In der wärmeren Jahreszeit wird das untere Fenster herausgezogen. Gelüftetwerden die Fenster mittelst angebrachter Schieber. Doppelfenster sind nur beibereits erwachsenen und starken Pflanzen anwendbar, bei zarten und jungen Pflan-zen und bei Treibereien aber verwerflich, weil sie das Haus mehr als einfacheverdunkeln und die Wirkung der Sonnenstrahlen im Winter schwächen. Dagegenverhindern sie das Durchträufeln des Regens, und weil das Bedecken entbehrlichwird, so fällt eine Hauptursach des Zerbrechens von Scheiben weg. Was dieDoppelfenster dem Ganzen an Sonne entziehen, gewinnt es auf der andern Seitedadurch, daß keine Verdunkelung durch Fensterladen hervorgebracht wird.
Da die vorderen flachliegcnden Sparren keine Verriegelung von Holz erhal-ten dürfen, wenn dem Hause nicht viel Licht entzogen werden soll, sie aber dochauch gegen alles Verwerfen geschützt werden müssen, weil dadurch das Schiebender Fenster verhindert würde, so muß auf der Hälfte der Sparrenlänge zwischenjedes Paar Sparren ein eiserner Stab von etwa 1 Zoll starkem Quadratcisen an-gebracht werden, welcher mittelst angearbeitcter Lappen an die Sparren angeschraubt