kann, und cs immer wichtig ist, ein Mittel zn kennen, wodurch dem Ueberhcitzender Häuser vorzubeugen ist, welches durch Unachtsamkeit so leicht geschieht, undoft höchst nachtheilig, besonders bei Fruchttrcibereicn, wird.
Beschreibung eines Warmhauses.
Nachdem die einzelnen Theile eines Treibhauses, die sich bei verschiedenenArten dieser Gebäude in der Hauptsache ziemlich gleich bleiben, erörtert wordensind, so können wir nun zur Zusammenstellung des Ganzen schreiten und zwarfürs erste zu einem Gebäude, in welchem exotische Wanzen aufbewahrt werdensollen. I 'ad. I. biA. 35. ist der Grundriß, kig. 36. das Profil und l'ad. I I. IUA .38.dievordere Ansicht eines Treibhauses von 76 Fuß lang und 13 Fuß iin Lichten rief. Esist so eingerichtet, daß es durch eine Wand in 2 gleich große Hälften getheiltwird. Die rechte Seite soll dazu benutzt werden, um solche Pflanzen, die einenhöhern Grad von Wärme erfordern, durchzubringen und zu kultiviren; die Seitezur linken Hand bleibt für diejenigen Pflanzen bestimmt, welche, um zu gedeihen,zwar einer geringeren, aber dennoch einer Wärme von 16 — 14 Gr. bedürfen.Die Abtheilung rechter Hand würde also zur Klasse der Caldaricn, die linker Handzu den Tepidarien zu rechnen sein. Die vordere Glaswand ruht auf einer massi-ven Plinche, die so niedrig als möglich gehalten werden muß, doch darf der dahin-ter liegende Feuerungskanal die Höhe derselben nicht übersteigen und die Schwellenicht zu nahe an der Erde liegen, um gegen die Erdfeuchtigkeit geschützt zu sein.Zur Erreichung beider Zwecke ist eine Plinrhenhöhe von 2 Fuß hinreichend; höherePlinthen entziehen dem Hause zu viel Licht. Die Stärke der Plinche darf nichtunter Ix Stein betragen, selbst wenn die Solidität des Gebäudes darunter nichtleiden sollte, weil zu schwache Plinthen leicht durchkälten und dadurch dem Hausevielen Wärmestoff entziehen. Auf diese Plinthe wich die Schwelle der Glaswand gelegt,die nach der früher angegebenen Art ausgearbeitet wird, oder sie kann, wie in dieser Zeich-nung angedeutet ist, ein Vorschlagebrett G im Profil k)'A. 36.) erhalten, welcheseinige Zoll über der Schwelle vorsteht und wogegen sich die Fensterladen stem-men. Die Stiele zur Glaswand bestehen theils aus Halb- theils aus Kreutzholzund zwar werden nur solche Stiele aus der ersteren Holzart gefertigt, welche als
Bin-