worin sich der Fensterrahmen bewegt. Damit diese Bewegung aber leicht vonStatten geht, so ist es nöthig, daß in dem untern Falz i, eine Schiene von dün-nem Eisen gelegt wird, und ein jeder Fcnstcrstügcl unterhalb 2 metallene Friktions-rollen erhält. Die auf der Schwelle befestigte und durch die Länge des Hauseslaufende Leiste dient dazu, daß die Fensterladen zwischen diese Leiste und die Fen-ster gesetzt werden können. Oberhalb erhalten sie ihre Sicherstellung dadurch, daßsie sich unter dem Deckbrette in, wovon »veiterhin die Rede sein wird, festklemmen,Die Kosten, welche die eisernen Schienen und Frikcionsrollen erfordern, werdendadurch ersetzt, daß die Stützhaken, oder an deren Stelle Charnierbändcr, so wiedie Stclleisen zum Offenhalten der Fenster wegfallen. Soll dem Hause durchdiese Fenster Luft gegeben werden, so schiebt man die an den Enden befindlichenbeiden Fenster heraus, und rückt die übrigen Fenster aus einander. Ist hierdurchnoch nicht Luft genug eingeströmt, so werden mehrere Fenster ganz herausgenom-men, wodurch sich die Lücken vergrößern lassen.
Vom Verglasen der Fenster.
Je reiner und weißer das Glas ist, um so ungehinderter können die Licht-strahlen durchgehen, und bei weitem weniger Licht wird zurückgeworfen, als wenndas Glas gefärbt ist. Die bedeutende Quantität Glas, welche jedes Treibhauserfordert, und die Menge der Scheiben, welche jährlich zerbrechen, machen diesenArtikel kostspielig, daher wir uns gewöhnlich bei Verglafungen der Treibhäuserdes halbwcißen Glases bedienen. Nur in solchen Häusern, welche mehr als Ge-genstände des Lurus anzusehen sind, wenden wir hier ganz weißes Glas an, weilder Preis desselben beinahe doppelt so hoch als der des gewöhnlichen grünen Gla-ses ausfällt. Ueber die Einsetzungs-Art der Scheiben sind eine Menge Vor-schläge gethan und wieder verworfen. Es kommt hauptsächlich darauf an, mehrereUebclstände zu vermeiden, oder wenigstens zu verringern, die allen Treibhausfen-ftern mehr oder weniger gemein sind, und diese bestehen darin, daß:
I. dem Hause durch die Verglasung so wenig als möglich Licht entzogen, derkalten Luft von außen der Zutritt «ach innen verwehrt, so wie dem Entwei-chen der innern warmen Luft, nach außerhalb vorgebeugt werde.