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Kurze Anleitung zum Bau der Gewächshäuser mit Angabe der inneren Einrichtung derselben u. der Construktion ihrer einzelnen Theile : mit 6 Kupfertaf.
Entstehung
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2. Daß die Feuchtigkeit, welche sich innerhalb des Hauses bei kalter Witterungunvermeidlich an die Scheiben anlegt, leicht abgeleitet wird, damit kein Zer-springen derselben durch Frost entstehen kann, wodurch oft in kurzer Zeit,sehr großer Schaden entsteht.

3. Daß durch die Art der Verglasung dem Eindringen des Wassers bei Nc-gcnwettcr gewehrt wird, was besonders bei den flachlicgenden Fenstern inder Bedachung leicht geschieht.

Schon bei Beschreibung der Konstruktion der Fensterrahmen ist bemerktworden, daß diese nach der Länge gehende Sprossen erhalten und natürlich ist,daß alle Oucersprosscn vermieden werden müssen, weil das Wasser darauf stehenbleiben würde, und daher fragt es sich nur, da eine Scheibe doch nicht die ganzeLänge des Fensterflügels ausmachen kann, wie die Zusammensetzung der einzelnenScheiben am zweckmäßigsten geschehen soll? Es scheint, daß dies leicht zu bewerk-stelligen sei, wenn die Scheiben da, wo sie zusammenstoßen, in Blei nach der ge-wöhnlichen Art eingefaßt würden, so daß wenn a b> in l-Z. 11. die Sprossenbedeuten, c ä die Blcifassung wäre. Die Erfahrung lehrt aber, daß auch bei derfleißigsten Arbeit das Rcgenwasser sich zwischen Blei und Glas drängt und denWeg nach dem Innern des Hauses findet.

Da man einmal von der aufgefaßten Idee der Blei-Verglasung nicht gernabgehen wollte, so suchte man den daran bemerkten Fehler durch Versuche abzu-helfen. Zuerst spitzte man die Scheiben (1^. 12.) nach unterhalb zu, damit dasWasser sich nach der Mitte Hinziehen sollte, und machte in der Spitze des Bleieseine kleine Oeffnung, wodurch es einen Abfluß nach Außen erhielt.

Andere gaben den Scheiben unterhalb eine runde Form, und das Blei er-hielt in der Mitte ebenfalls eine kleine Oeffnung. (k-A. 13.) Noch andere ließendie Scheiben etwa ? Zoll über einander greifen und fügten kleine sehr dünn ge-schlagene Blei- oder Kupferstrcifen dazwischen, die in Form eines 3 gebogen warenund worin die Scheiben hingen. (Siehe 11.) Auch diese Art der Verglasunghat ihren Nachtheil, indem sie das Haus mehr als die vorbeschricbencn verdunkelt.Jetzt ist man ziemlich allgemein darüber einig, daß die beste Art des Verglasensdann bestehr, wenn man die Scheiben unterhalb abrundet und die obere über dieuntere etwas überstehen läßt, ohne sie mit Blei oder Kupfer einzufassen. Die