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Kurze Anleitung zum Bau der Gewächshäuser mit Angabe der inneren Einrichtung derselben u. der Construktion ihrer einzelnen Theile : mit 6 Kupfertaf.
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Bei einer Länge von 12 — 13 Fuß, die der Sparren enthält, ist es abernicht rachsam, dem Fensterrahmen ebenfalls diese ganze Länge zu geben, da sichsolche lange Nahmen leicht werfen, besonders da das Hinauf- und Herunter-ziehen ohnehin nachtheilig auf die Dauer derselben einwirkt, sondern es ist bester,statt eines langen Rahmen 2 kürzere zu machen, wovon einer über dem andernliegt, und jeder unabhängig von dem andern herunter gezogen werden kann. Des-halb ist es aber nothwendig, daß der Sparren eine doppelte Falzung erhält, wovondie untere um die Stärke des Fensterrahmens niedriger wie die obere liegt.

Es sei klZ. 7. der Sparren, von der Seite angesehen, a b, der obere, <1 cder untere Fensterrahmen und e k das Deckbretr, so würde der Falz für das obereFenster eben so wie vorher angezeigt worden, 2 Zoll tief und 1 Zoll breit an demSparren gearbeitet werden. Der Falz erhält jedoch nicht die ganze Länge ab»des Fensters, sondern reicht nur bis Z, dergestalt, daß um dem Raum d A, wel-cher etwa 2 bis 3 Fuß betragen kann, das obere Fenster über den Falz greiftund auf dem untern Fenster ä a aufliegt, wie die 7. ausweiset. Der Falzfür das untere Fenster fängt bei li an und liegt um die Sacke des Fensterrahmensniedriger, A Ic würde also 1? Zoll betragen müssen. Durch die Ungleichheit derFalzenlänge ist man im Scande den unter den Punkt ä zu stehen kommendenPflanzen Luft zu geben, indem der untere Fensterrahmen von a bis U in die Höhegeschoben wird, ohne daß es nöthig ist, den ganzen Fensterrahmen herauszunehmen.

8. ist die perspektivische Ansicht eines solchen Sparrens. Man trifft auchwohl öfters Treibhäuser an, deren obere Fenster nicht zum Schieben eingerichtet,sondern mit Charnierbändcrn versehen sind, um die Flügel ausheben zu können unddurch Stelleisen oder eine ähnliche Vorrichtung in einer beliebigen Höhe offen zuerhalten. Diese Art der Fensteröffnung hat das Nachcheilige, daß die Fenster nichtso dauerhaft sind, indem sie beim öfter» Gebrauch mehr fatiguirr werden und sichbesonders leicht verwerfen. Das Glas ist ferner, wenn beim Schließen übereiltoder unvorsichtig zu Werke gegangen wird, dem Zerspringen mehr ausgesetzt, alsbei Schiebcfenstern und hat man es hauptsächlich nicht in der Gewalt, in denobern Theil des Hauses zureichend Luft einzulassen, weil dort die Fenster besondersan ihre Eharnicrbänder befestiget werden müssen. Noch sind solche aufgestützteFenster der Gefahr ausgesetzt, daß bei starkem Winde die Stclleisen leicht aus