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Ueber die Formen der Gewächshäuser im Allgemeinen.
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Die vorzüglichste Sorgfalt bei Errichtung eines Gewächshauses muß 'jedes-mal dahin gehen, den Pflanzen so viel Licht als immer möglich zu verschaffen,weil dessen Mangel durch kein künstliches Mittel ersetzt werden kann.
Für unsre klimatische Lage und in Absicht der geographischen Breite, so wiein Rücksicht auf die Anzahl der heiteren wolkenfreien Tage, in welchen der wär-mende Sonnenstrahl ungehindert wirkt, ist es nicht sowohl nothwendig, den Standdes Hauses so zu wählen, daß die Glasfenster die möglichst größte Zahl der Ta-gesstunden den Sonnenstrahlen ausgesetzt sind; als vielmehr alle Hindernisse zubeseitigen, wodurch eine Beschattung des Hauses hervorgebracht werden kann.Ganz anders ist m Länd^m, wo heitere Tage seltener sind, und daher dasSonnenlicht gewissermaßen mit den Gefühlen eines Geitzigen betrachtet werdenmuß. Es ist nicht genug, den Pflanzen von vorne und allenfalls von den Seitendes Hauses Licht zuzuführen, sondern dies muß ganz vorzüglich von oben her ge-schehen. Jedoch finden Ausnahmen bei Orangerien, auch wohl vci anderen schongroßen erwachsenen Pflanzen statt. Letztere pflegen sich aber stets nach dem Lichtezu ziehen, treiben sehr stark und blühen weniger als diejenigen, welche in Häusernstehen, die oberhalb mir Glas bedeckt sind. Selbst Orangerien verlieren in bedeck-ten Häusern oft einen Theil ihrer Früchte und Blätter. Wände und Deckenmüssen deswegen aus einem Materials bestehen, welches dein Lichte den ungehin-derten Durchgang verstattet, und dazu dienen reine Glasscheiben am zweckmäßig-sten. Die gewöhnliche Form der Glashäuser ist die eines Obl.mgums, wovon dienach Norden stehende Mauer eine hohe undurchsichtige Wand bildet (in l'ad. I.
1. durch d el angedeutet), die nach Süden stehende Frontcnwand (ac) unddas Dach (ad) aber aus Glasfenstern zusammengesetzt werden. In wiefern dieseForm eine zweckmäßige Abänderung erleiden kann, wird weiter unten gezeigtwerden.