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ganz nach Mittag, sondern etwa um 2V Grad nach Morgen hinsieht. Verhindern/edoch Umstände, daß das Gebäude weder diese Mittel-Lage noch den gradenStand nach der Mittagsseite erhalten kann, so ist es am besten, nur die Morgen-scite zu wählen und wirklich bewähren Häuser, die nach dieser Himmelsgegendstehen, sich aufs vorthcilhafteste; die Westseite hingegen ist nie zu wählen, weilerstens die Abendsonne minder kräftig als die Morgensonne wirkt, und zweitens,weil in unserer Gegend die Westgegend zugleich die Wetterseite, das heißt, die-jenige Himmelsgegend ist, von wo aus am häufigsten die Winde wehen und dermeiste Regen kommt. Die Morgenseite ist bei den Tcpidarien allen Erfahrungennach sogar der Mittagsscite vorzuziehen, indem die Kraft der Frühlings - Sonne— namentlich im April und Hälfte Mai — vor dem Herausbringen der Pflan-zen ins Freie, auf diese zu sehr wirkt, ein zu frühes Treiben Hervorbringt, wodurchdie Pflanzen erkranken und den Sommer über weniger blühen als diejenigen,welche der Natur gemäß getrieben ^abcn.
Die Nordseire ist aus dem natürlichen Grunde ganz zu verwerfen, weil diePflanzen hier nie vr>», der Sonne beschienen werden, und der strengsten Kälteausgesetzt sein würden. Stehen einer Stelle, auf welcher das Gewächshaus erbautwerden soll, gegen Mittag andere hohe Gebäude oder Bäume entgegen, so ist vorAnfang des Baues genau zu untersuchen, ob auch der Schatten dieser Gegenständenicht in den kurzen Tagen, in welchen derselbe wegen des niedrigen Standes derSonne am längsten fällt, das Glashaus treffen kann, wodurch der Zweck derAnlage, wenn nicht ganz verfehlt, doch sehr mangelhaft erreicht werden würde, dagerade in dieser Jahreszeit den Pflanzen das Sonnenlicht am zuträglichsten ist.Dieselbe Vorsicht ist, wenn auch nicht in so hohem Grade, bei Gegenständen, dievor der Ostscue des Gebäudes stehen, nöthig, wogegen es wieder vortheilhaft ist,wenn das Haus von der Abend- und Mitternachcsscire her, Schutz gegen Windund Wetter erhalten kann.
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