22
nung brachte. Wir nehmen aber in unseren Berechnungen dervorchristlichen Zeit bis zur Schöpfung hinauf, lauter richtigeSonncnjahre au. Und wenn die Zeit der Wcltdaucr, wegender sieben ersten Welttage, zu 7000 Jahren gesetzt wird, sosind das auch alle Sonnenjahre, und müssen Sonncnjahreseyn. Wenn wir nun z. E. nur annehmen, daß in der lan-gen vor christlichen Zeit nur 2000 Jahre nach Mondjahrengerechnet worden wären, so hätten wir damit schon an 00Jahre weniger in unserer Sonncnjahrcs - Rechnung. Oderwären in dieser langen Zeit auch nur 2000 Sonncnjahrezu 300 Tagen berechnet worden, so giengen dadurch an 28Jahre unserer Rechnung wieder ab. Nicht zu gedenken dervielen andern Zcitlücken, Unbestimmtheiten, Zweideutigkeiten,Zweifel u. f. w., welche sich, alles möglichen und schon an-gewendeten menschlichen und gelehrten Fleißes unerachtet,einer ganz sicheren und präcisen Zeitrechnung dieser Periodeimmer in den Weg stellen. Die ganze Chronologie der al-ten Zeit, sonderlich der ersten zwei oder drittehalb Jahrtau-sende, liegt an diesen Umständen unheilbar krank, und kann,ohne eine neue und besondere göttliche Offenbarung überdiese Dunkelheiten (die uns aber nicht nöthig ist), von kei-nem Menschen cnrirt werden. Mit Einem Worte: KeinSterblicher ist im Stande, bestimmt und apodiktisch- odermit Sicherheit zu sagen, wie alt oder wie jung eigentlichdie Welt war, als Christus geboren wurde; also auch nieim Stande zu sagen: Präcis so und so viel Jahre sind vondiesem großen Zeitpunkte an bis zum 7000tcn Jahre derWelt noch übrig gewesen, und so und so viel sind mithinjetzt, nachdem bereits 1820 Jahre davon verflossen sind,noch übrig.
Und wenn z. E. nach Scaligers und CalvisiusBerechnung, der in dem vorliegenden Werke nur zu 3940 >'Jahren angenommenen Schöpfungs-Periode uoch 9, oder