— 147 —
schein, zu früh in die Frucht schießen zu wollen. Ichweiß jedoch noch nicht, ob am Ende irgend ein Vor-theil erlangt wird bei dieser Weise die Königin-Ananas zu behandeln; ich glaube aber, daß sie ihreAnwendung mit vielem Nutzen bei der Cultur der-jenigen Ananas-Arten finden wird, die gewöhnlichnicht eher als im dritten und vierten Jahre Fruchtbringen."
,,Jch werde nun einige Bemerkungen bcibrin-' gen über die Leichtigkeit, mit welcher die Ananasauf die empfohlne Weise zu behandeln sind, undüber den Betrag der hierzu nöthigen Kosten. MeinGärtner ist ein ganz gewöhnlicher Taglöhner, derweder einen Buchstaben kennt noch eine Zeichnungversteht; und nie eine Ananaspflanze erblickte, biser die ihm zur Pflege übergebencn sahe. War ichabwesend, so wußte er nicht, zu welchem Zeitpunktder Reife er die Frucht abschneiden sollte; in jederandern Rücksicht aber weiß er die Pflanzen so gutzu behandeln, als ich; und ich könnte jeden anderneinigermaßen verständigen und aufmerksamen Arbeiterin einem Monat so unterrichten, daß er sie eben sogut zu behandeln wüßte, als er. Kurz ich haltedie nöthige Geschicklichkeit, eine Ananas nach der von' mir empfohlnen Art zu ziehen, für nicht größer alsdiejenige, welche erforderlich ist, ein Beet Kartoffelnzu treiben. Die Kosten der Hsitzung meines Treib-hauses, welches vierzig Fuß lang ist, bei zwölf FußBreite, betragen weniger als sieben Pence (unge-fähr 4 gGr. 3 Pf.) den Tag, hier wo ich vonden Kohlengruben zwölf Meilen weit entfernt bin:und wenn ich den Vortheil eines bogenförmigen ei-sernen Daches hatte, wie die von Hrn. Loudon zuBayswater errichteten, welche bei kaltem Wetter diezu schnelle Entfernung der erhitzten Luft verhindern,
K 2