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ohne Geisterspuk verstrichen sei, da begann ein junger Ossicier einegrause Mähr zu erzählen, und dabei gewaltig von der Dreistigkeitund Unerschrockenheit zu sprechen, welche er bei dieser gespenstigenVersuchung bewiesen habe. Blücher faßte den Großsprecher scharfins Auge und berichtete darauf: »Ganz gewiß ist das Gespenst,welches bei Ihnen war, auch das gewesen, welches mich in meinernächtlichen Ruhe störte. Denken Sie sich, meine Herren, ichhalte mich eben hingelegt, als ich auch schon einschlief und mirträumte, ich wäre noch eben so'n junges Bürschchen, wie der HerrLieutenant da, welcher uns sein Abenteuer so eben zum Bestengegeben hat. Da weckt mich plötzlich Kettengerassel aus meinemSchlummer. Ich fahre empor und an der Thür des Zimmerssteht, von bläulicher Flamme umflossen, ein gewaltiges Gespenst,welches die von Ketten beschwerte Hand emporhebt und mir winktzu folgen. Anfangs traute ich meinen Augen nicht, allein da dasGespenst wiederholt winkte, so stand ich auf, warf meinen Pelzum, schnallte den Säbel an und folgte. Durch lange Korridoreführte mich der Geist ans andere Ende des Schlosses, öffnete dorteine Thür und winkte mir hineinzublicken. Ich that es, aber sahweiter nichts, als die Oessnung eines Abtritts, aus der nicht diefeinsten Gerüche empordufteren. Der Geist winkte, ich nahmmeine Schlafmütze, legte sie auf die Brille des Abtritts und folgtedann dem befriedigt scheinenden Geiste. Dieser schwebte mir vor-an, abermals durch lange Gange, bis bei einem zweiten Abtrittsich dieselbe Scene erneuerte und ich auf der Brille desselben mei-nen Pelz zurücklassen mußte. Und so ging's fort: auf dem drit-ten Abtritt ließ ich meinen Säbel, auf dem vierten mein Hemd,auf dem fünften meine Pantoffeln und auf dem sechsten hatte ichendlich gar nichts mehr, was ich hätte dalassen können. »JnSTeufels Namen, rief ich ärgerlich aus, so besch — — ich Euch,mit sammt allen Euren Abtritten!« und setzte mich selbst darauf.Da krachte es und der Geist lächelte freundlich, worauf er ver-schwand. Ich aber — ich erwachte, triefend von Schweiß, und daich mich umwandte, so bemerkte ich leider, daß ich gar nicht ausdem Bette gekommen war, denn was ich dem letzten Abtritt zuge-dacht hatte, lag warm und duftend neben mir im Bette. Ja, ja,fragen Sie nur den Herrn Lieutenant da, der wird es Ihnen bestä-tigen, denn der Poltergeist ist ja auch bei ihm gewesen.«
6. In einem französischen Drte, dessen Name mir entfallenist, wurde die Klage vor Blücher gebracht, daß einige seiner Solda-ten in einem Hause die Fenster eingeschmissen hatten. »Das sind