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Anekdoten, Züge und Skizzen aus dem Leben des Königlich Preußischen Feldmarschalls Lebrecht von Blücher : mit Bildn.
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p. p. in die Augen, er fühlt die unerhörteste Beleidigung, sieht dasPapier, als traue er seinen Augen nicht, nochmals genauer an,bricht dann fluchend und schimpfend in heftiges Donnerwetter aus,steckt das Blatt ein und zieht stürmend die Klingel; Niemand er-fahrt, was ihn so aufbringt; ein Bediente muß ihn bei dem Mini-ster sogleich anmelden, bringt aber unverweilt die Antwort, derselbewerde lieber dem Fürsten selbst aufwarten, dem er auch außerdemzu seinem Geburtstage morgen persönlich Glück zu wünschen be-absichtige. Zahlreiche Besuche finden sich am folgenden Tage beiBlücher ein; Generale und Ofsiciere erfüllen den Saal, auch jenerMinister erscheint; Blücher nimmt den Eintretenden sogleich inein Nebenzimmer, läßt jedoch die Thüre halb offen, wiewohl auchgeschlossen sie den durchdringenden Hall seiner erhöhten Stimmekaum würde beschränkt haben. »Aber, Ew. Excellenz!« Hub ermit Macht an, und ein furchtbares Donnerwetter nach dem andernentlud sich über den Betroffenen, der nicht zum Worte kommenkonnte; »Seid Ihr des Teufels, mich einen p. p. zu nennen? Dasoll das Wetter drein schlagen! Für den Soldaten bin ich VaterBlücher, und will ich nichts anders heißen, aber für Euch Tinten-klexer bin ich Feldmarschall und Fürst! Ihr mögt mir mit Eurenp. p. nur noch einmal kommen! Ihr mögt selber ein p. p. sein,aber ich nicht!« Und so fuhr er im grimmigsten Eifer fort, zwi-schen den ärgsten Worten immer wieder p. p. einschaltend, mit sokomischer Wirkung, daß aller anfänglicher Schrecken sich in Nei-gung zum Lachen milderte. Der Eifer hatte sich Luft gemacht,und nachdem Blücher wieder hervorgetreten war, und den Ofsicie-ren eine anfangs ernste, dann aber in derben Scherz übergehendeAnrede gehalten, nahm Alles eine heitere Wendung und endete inguter Freundschaft. Im Gegensatze dieses Vorfalls, wo Blücherso sehr auf seine Standeswürde halten wollte, konnte man ihn mitden Geringsten aus dem Volke harmlos umgehen und jede Ver-traulichkeit üben sehen. Ohne Bedenken rief er einen vorüberge-henden Landwchrmann auf der Straße an, um seine ausgegangeneTabackspfeife gegen dessen glimmenden Pfeifenstummei zu setzenund so gemeinsam wieder anzurauchen.

Mit ruhigem Blick sähe er sein Lebensende sich nähern. DieBäder zu Karlsbad in Böhmen, welche noch im Sommer 1818ihn sehr gestärkt hatten, bezeigten sich im folgenden Jahre wenigerheilsam wirkend. Kränkelnd kam er darauf auf sein Gut Krieblo-witz zurück. Gegen Ende des Monats August wurde er am-morrhoidalübel gefährlich krank, und alle Bemühungen der Aerzte