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gut machen muß, die Ihr so leichtsinnig begeht!« — Uebrigcns !hatte er die Seinigen so sehr gewöhnt, nichts sich anzueignen, alswas ihnen zukam, daß z. B. verschiedene Ossiciers, welche sich gernein Buch aus des gestürzten Kaisers Handbibliothek zum Anden-ken mitnehmen wollten, den Feldmarschall erst um Erlaubnis ba-ten, indem keiner eigenmächtig zugreifen mochte. »Bücher?« ant-wortete der Fürst: »die stehen ja in Reih' und Glied, sind alle kriegs-gefangen; davon nehmt Euch nur Andenkens in Gottes Namen!«
Die Soldaten hatten noch einen Theil ihres Solds gut. Alsdeswegen Hardenberg Geld von Berlin kommen lassen wollte, schriebBlücher voll Unmuth folgenden Brief an seinen König: »Ew. Kö-nig!. Majestät haben allergnädigst befohlen, daß der Armee der rück-ständige Sold ausgezahlt werden soll. Da aber von Frankreichnoch nichts eingegangen ist, so hat der Staatskanzler Fürst vonHardenberg Durchlaucht durch den Finanzminister von Bülow dienvthigen Summen aus dem Baterlande zu ziehen befohlen. Ew. Kö-nig!. Majestät erlauben, daß ich meine Meinung und Bitte unddie des Heeres offen und unverhohlen vortragen darf: Bei unsermVordringen in Frankreich beseelte uns der Wunsch, nichts für unszu erwerben als Ehre, dagegen dem bedrängten Vaterlande aufzu-helfen und Ew. Majestät in die Lage zu setzen, die Wunden zuheilen, welche ein langes Unglück und feindlicher Uebermuth demVaterlande wie jeder einzelnen Familie geschlagen haben. Ausdem Grunde forderte ich die Contribution von 166 Millionen Fran-ken aus Paris und von dieser Summe wünschte ich nur einen Theilfür die Truppen zu verwenden, und trug Ew. Majestät eine zwei-monatliche Soldzahlung für dieselben vor, die auch allergnädigstbewilligt ward. Da aber die veränderte» Umstände dieß unmög-lich machen, so wird die ganze Armee nicht allein freudig auf diesezweimonatliche Soldzahlung Verzicht leisten, sondern wir bittenEw. Majestät unterthänigst, nur so viel Geld uns verabfolgen zulassen, als wir für die Verwundeten unumgänglich nöthig gebrau-chen. Wir wollen lieber uns aufs Aeußerste einschränken, als dasmühsam zusammengebrachte Einkommen unseres Landes nachFrankreich ziehen, und so dieß verruchte Land bereichern und daswieder aufblühende Leben unseres Vaterlandes vernichten.«
Um die abermaligen großen Verdienste eines Mannes zu be-lohnen, der schon alle Ehrenzeichen des Staates trug, und der durchseine Thaten im Kriege sich in den Fürstenstand hinaufgeschwungenhatte, schenkte der edclmüthige Friedrich Wilhelm ihm ein eigenes,nur allein für den Sieger bestimmtes Ordenszeichen. Es war dieß