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Anekdoten, Züge und Skizzen aus dem Leben des Königlich Preußischen Feldmarschalls Lebrecht von Blücher : mit Bildn.
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Davoust antwortete: »Herr Marschall! Sie fahren fort,angriffsweise zu Werke zu gehen, ungeachtet, der von den verbün-deten Machten erlassenen Erklärung zufolge, keine Ursache zumKriege mehr vorhanden ist. Eben jetzt, wo neues Blutvergießenzu erwarten steht, erhalte ich von dem Herzog von Albufera (Su-chet) eine telegraphische Depesche, von welcher ich hier eine Abschriftbeifüge.« (Dieselbe enthielt hauptsächlich, daß nach mehren vonSuchet errungenen Vortheilen die österreichischen Generale Bubnaund Frimont einen Wassenstillstand bewilligt hätten.) »Daß dieseDepesche buchstäblich wahr ist, bezeuge ich auf mein Ehrenwort.Nach Maßgabe dessen, was der Marschall (Suchet) meldet, kaunes nun auch für Sie, mein Herr Marschall, keinen Grund mehrgeben, die Feindseligkeiten fortzusetzen, denn Sie können doch vonIhrer Regierung nicht andere Verhaltungsbefehle erhalten haben,als die österreichischen Generale von der kaiserlich österreichischen.Demzufolge trage ich bei Ew. Excellenz förmlich auf unverzüglicheEinstellung der Feindseligkeiten und auf Abschlicßung eines Waf-fenstillstandes an, während dessen im Congreß das Weitere rcgulirtwerden kann. Ich kann mir unmöglich vorstellen, Herr Marschall,daß mein Antrag von Ihnen unbeachtet bleiben sollte, Sie würdenvon der ganzen Welt eine große Verantwortlichkeit auf sich laden.Uebrigens ist es mir bei gegenwärtigem Antrage bloß darum zuthun, daß dem Blutvergießen Einhalt geschehe und das Interessemeines Vaterlandes nicht gefährdet werde. Bin ich genöthigt, Ih-nen gegenüber auf dem Schlachtfelde zu erscheinen, so werde ich beivoller Anerkennung Ihres Talents doch wenigstens die Ueberzeu-gung haben, daß ich für das Heiligste auf Erden, für die Verthei-digung und Unabhängigkeit meines Vaterlandes die Waffen führe,und welches Geschick mich dann auch treffen mag, so werde ich dock)die Achtung Ew. Excellenz verdient zu haben mir bewußt sein.Genehmigen Sie, Herr Marschall, wenn ich bitten darf, die Ver-sicherung meiner hohen Achtung.

Der Kriegsminister, Marschall Prinz von Eckmühl.«

Blücher antwortete:

»Mein Herr Marschall! Es ist irrig, daß zwischen den ver-bündeten Mächten und Frankreich alle Ursachen zum Kriege auf-gehört haben, weil Napoleon dem Thron entsagt habe; dieser hatnur bedingungsweise entsagt, zu Gunsten seines Sohnes, und derBeschluß der vereinigten Mächte schließt nicht allein Napoleon, son-dern auch alle Glieder seiner Familie vom Throne aus. Wennder General Frimont sich berechtigt geglaubt hat, einen Waffen-