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Anekdoten, Züge und Skizzen aus dem Leben des Königlich Preußischen Feldmarschalls Lebrecht von Blücher : mit Bildn.
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den wir Eure Gutmüthigkeit und Eure geistfreundliche Aufnahmevergessen. Möge der Gott des Friedens Euer schönes Land künf-tighin lange vor dem Ungemach des Krieges schützen, und Ihr soglücklich sein, wie Ihr es verdient. Lebt wohl!«

35. Nach der Schlacht bei Belle Miance.

Blücher drang auf unverzüglichen Marsch auf Paris; Wel-lington war nicht dagegen, und nach gehaltenem Kriegsrathe wurdefestgestellt: »1) daß beide Armeen vereint nach Paris marfchirensollten; 2) daß dieß am rechten Ufer der Oife geschehen solle, da nachden eingegangenen Nachrichten die feindliche Armee sich bei Laonund Soissons sammle; 3) daß im schlimmsten Falle die ArmeeBrücken über die Oife schlagen müsse, wozu Herzog Wellingtonseine Schiffbrücken anbot; 4) daß die Belagerungstrains herange-zogen werden sollten und die britische Armee die Belagerung derFestungen westlich der Sambre übernehmen solle, während die preu-ßische Armee die Belagerung der Sambrefestungen und der östlichdavon gelegenen führen werde.«

Ohne sich auf Unterhandlungen einzulassen, näherte er sichParis und jagte die Feinde vor sich her, die sich ihm entgegenstem-men wollten. Wenn die Truppen ansingen zu klagen, so wußteer sie immer mit einem guten Worte zu trösten und zu ermuntern.»Kinder!« sagte er einmal: »nun sollt Ihr auch so lange in Frank-reich bleiben, bis Ihr Alle Französch könnt!« Eine Botschaftvon 5 Abgeordneten, welche im Hauptquartier eintraf und umFrieden bat, wurde von unserm Helden, der eine derbe ZüchtigungFrankreichs für unerläßlich nothwendig hielt, mit dem Bibelspruchabgefertigt: »Ich bin nicht gekommen, den Frieden zu bringen,sondern das Schwert.« - Marschall Davoust, der bekannte Pei-niger Hamburgs, schrieb an Blücher und Wellington, und machtesie verantwortlich, wenn er bei dem bevorstehenden Abschluß desWassenstillstandes noch vieles Menschenblut für die Vertheidigungder Stadt Paris vergießen müßte. Blücher antwortete ibm: »Wirverfolgen unfern Sieg, und Gott hat uns dazu die Mittel und denWillen verliehen. Sehen Sie zu, was Sie thun! Wollen Sieetwa die Verwüstungen von Paris eben so, wie die von Hamburgauf sich laden? Nur in Paris kann ein zuverlässiger Waffenstill-stand Statt haben. Mit den gewöhnlichen Redensarten der her-gebrachten Höflichkeit habe ich die Ehre, mich zu nennen

Ihren dienstwilligenBlücher.«