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mußte er Euch überlassen, und seine Armee ist aufgelöst. Nochweniger Tage Anstrengung wird sie vollends vernichten, jene mein-eidige Armee, die ausgezogen war, um die Welt zu beherrschen undzu plündern. Alle große Fcldherru haben von jeher gemeint, mankönne mit einem geschlagenen Heere nicht sogleich darauf wieder eineSchlacht liefern. Ihr habt den Ungrund dieser Meinung darge-than, und gezeigt, daß tapfere, geprüfte Krieger wohl überwunden,aber ihr Muth nicht kann gebeugt werden. Empfangt hiermitmeinen Dank, Ihr unübertrefflichen Soldaten, Ihr, meine hoch-achtbaren Waffengefahrten! Ihr habt Euch einen großen Namengemacht. So lange es Geschichte gibt, wird sie Euer gedenken.Auf Euch, Ihr unerschütterlichen Säulen der preußischen Monar-chie, ruhet mit Sicherheit das Glück Eures Königs und feinesHaufes. Nie wird Preußen untergehen, wenn Eure Söhne undEnkel Euch gleichen!«
Zum Ueberbringer der Siegesbotschaft an die Hauptstadtwählte er den Lieutenant Nernst, einen Freiwilligen aus Berlin,indem er scherzend zu ihm sagte: »Sie haben eine junge Frau zuHaufe; die wird die Nachricht gern von Ihnen hören!« — Bevorer am folgenden Tage die Grenze Frankreichs überschritt, übergaber der Oeffentlichkeit folgenden, vielleicht hier und da etwas ironischgemeinten Abschied an die Belgier:
»Indem mein Heer den Fuß auf französisches Gebiet setzt,können wir das Eure, brave Belgier, nicht verlassen, ohne Euchunser Lebewohl zuzurufen, und Euch zu danken für die Gastfreund-schaft, mit der Ihr unsere Soldaten aufgenommen habt. Wirhaben Eure Tugenden kennen gelernt. Ihr seid ein wackeres, treuesund edles Volk. Durch Unregelmäßigkeit in der Dienstverwaltungdes Proviantwesens seid Ihr zum Theil durch mein Heer hart be-drückt worden, und dennoch habt Ihr mit Gutmüthigkeit oft dasHärteste getragen. Dieser Zustand der Dinge hat mein Mitleidtief erregt, aber es lag außer den Grenzen meiner Macht, eine Ab-änderung zu bewirken. In der vermeintlichen Stunde der Gefahrwaren wir zu Eurer Hülfe herbeigerufen und geeilt, und so vielWochen mußten wir wider unfern Willen bei Euch so lange ver-harren, bis der Kampf beginnen sollte, den wir selbst gern frühereröffnet hatten. Unser Aufenthalt hat Euch viel gekostet, wir ha-ben aber mit unferm Blute gelöst, was wir an Dank Euch schuldiggeworden, und eine gerechte Regierung wird dem Einzelnen durchden Beitrag Aller ersetzen, was er durch übermaßige Belastungvor Andern litt. Lebt wohl, brave Belgier! Nimmermehr wer-