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im schlichten bürgerlichen Ueberrocke; wenn er erkannt nnd vonNeugierigen umdrängt wurde, suchte er sich ihnen zu entziehen.Seine Tabackspfeife vergaß er selten; Punsch und Champagnerwaren die Getränke, zu denen er am liebsten griff.
Das von Blüchern angeführte schlesische Heer hat in der kur-zen Zeit von noch nicht acht Monaten, sechs große Schlachten,acht kleinere Tressen geliefert, und darin 421 Kanonen erbeutetund über 48W0 Gefangene gemacht. Mit der größten Geduldhat es große Mühseligkeiten ertragen und beinahe unglaublicheGefahren überwunden; Alles aus treuer Anhänglichkeit an seinenKönig und aus Liebe für das Vaterland. Groß war aber auch derLohn, den der dankbare König dem Anführer dieses Heeres für dieunermüdliche Thätigkeit und für die unerschütterliche Treue berei-tete. Noch in Paris erhob er ihn in den Fürsrensrand durch fol-gende Urkunde:
»Sie haben den Kampf für das Vaterland glücklich undruhmvoll geendet, aber die Dankbarkeit, welche Ihnen der Staatschuldig ist, dauert fort. Zum Beweise derselben ernenne ich Siehierdurch zum Fürsten Blücher von Wahlstadt, und erhebeIhre Nachkommen in den Grafenstand, mit Beibehält des Na-mens Blücher von Wahlstadt. Demnächst wird es meineerste Sorge sein, Ihnen noch einen andern Beweis meiner Erkennt-lichkeit durch die Verleihung eines Besitzes in liegenden Gütern fürSie und Ihre Nachkommen zu geben.«
Hauptquartier Paris, den 3. Juni 1814.
Friedrich Wilhelm.
Unendliche Liebe und Anhänglichkeit bezeugte Preußen undganz Deutschland, ja selbst das Ausland dem tapfern Blücher.Vorzüglich verehrten ihn die Engländer, deren Abgott er war.Als in englischen Blättern die Einnahme von Paris, ein für Eng-land sehr wichtiges Ereignis, verkündet wurde, erwähnte man Blü-chers Antheil mit dem höchsten Lobe: —- »Ehre und Preis Dir,edler Greis! Wisse, daß England über herkömmliche Auszeich-nung erhaben, Muth und Geisteskraft auch auf fremdem Bodenbewundert.«
31. Blüchcr in England.
Und als Blücher im Gefolge der Monarchen von Frankreick,nach England überschisste, da wurde er fast göttlich verehrt. Beiseiner Ausschiffung (6. Juni 1814) zu Dover empfing ihn eineunabsehbare Menschenmasse. Die Luft ertönte vom Freudenge-